Die Weltelite der Skispringerinnen traf sich am Wochenende in Braunlage. Beim FIS Continental-Cup schnitten die deutschen Damen gut ab. Eine Teilnehmerin war jedoch bei beiden Cup-Durchgängen nicht zu schlagen.

Braunlage. Die Französin Coline Mattel, vor dem Springen in Braunlage bereits als Zweite ärgste Verfolgerin der Gesamtführenden Daniela Iraschko, war sowohl am Sonnabend als auch am Sonntag das Maß aller Dinge. In drei von vier Durchgängen landete sie deutlich über 90 Meter, nur der erste Sonntagssprung mit 86,5 Meter fiel etwas aus der Reihe. Mit jetzt 740 Gesamtpunkten bleibt die Französin jedoch mit deutlichem Abstand hinter Iraschko. Der Österreicherin reichten zwei zweite Plätze, um auch weiterhin mit einem komfortablen Abstand zur Konkurrenz die Gesamtwertung anzuführen.

Etwas enttäuschend lief es für die US-Amerikanerinnen, die sich durchaus mehr ausgerechnet hatten. Die Tour-Dritte Jessica Jerome blieb mit einem sechsten Platz am Sonnabend und einem achten Platz am Sonntag hinter den eigenen Erwartungen. Nicht viel besser lief es für Lindsey Van, die in der Gesamtwertung auf dem vierten Rang liegt. An beiden Tagen verpasste sie deutlich einen Podestplatz.

Die beiden deutschen Springerinnen Melanie Faisst (Gesamtfünfte) und Juliane Seyfarth (19.) machten dagegen deutlich, dass sie sich durchaus nach vorne verbessern wollen. Faisst (SV Baiersbronn) schaffte am Sonntag den Sprung auf Platz drei und behauptete damit auch ihren guten Gesamtrang (495 Punkte). Juliane Seyfarth (WSC Ruhla) zeigte ein ausgesprochen beständiges Niveau und verbesserte sich mit ihren beiden vierten Plätzen auf Gesamtplatz elf (218 Punkte).

Für Braunlage geht es nun darum, auch 2012 seinen guten Ruf als Skisprungort zu behalten. Ob das Städtchen beim ab Oktober startenden FrauenWeltcup dabei ist, entscheidet sich spätestens im April.