Eintracht Osterwieck erreichte beim Blankenburger FV nur ein 2:2-Unentschieden. Was der Punkt für die Ilsestädter im Abstiegskampf letztendlich wert ist, wird sich für die Osterwiecker am letzten Spieltag in einer Woche zeigen.

Blankenburg l Den Osterwieckern war vom Anpfiff weg die große Bedeutung dieser Partie anzumerken. Die Gäste gingen aggressiv in die Zweikämpfe und kauften den Blankenburgern in den ersten Minuten den Schneid ab. Belohnung hierfür war der frühe Führungstreffer durch Peter Mosko, der den Ball im Strafraum kurz annahm und mit trockenem Schuss im Torwinkel versenkte (5.).

Die Blankenburger hatten im letzten Heimspiel unter der Regie ihres scheidenden Trainergespanns Matthias Fieberling/André Dzial aber sofort die passende Antwort parat. Nach einem langen Flankenball auf die rechte Seite brachte Marcel Schröder das Leder scharf vor das Tor. Eintracht-Schlussmann Philipp Schulze konnte den Ball nicht festhalten und Marcel Schreiber vollendete zum 1:1 (6.).

In der Folge hatten die Gastgeber klare Chancenvorteile, ließen aber durch Yunus Leventyüz, Martin Zobel oder Marcel Schröder hochkarätige Tormöglichkeiten ungenutzt. In der 32. Minute war es dann erneut Marcel Schreiber, der die Blau-Weißen in Führung schoss. Nach schönem Steilpass auf die linke Seite legte sich der BFV-Stürmer den Ball an der Strafraumgrenze zurecht und schlenzte den Ball wunderschön in den rechten Torwinkel. Der Schlusspunkt der ersten Halbzeit war farbiger Natur: Osterwiecks Yves Blankenburg sah nach einem Schubser gegen Marcus Schwarzenberg die Rote Karte.

Die schwache Chancenverwertung des BFV in der ersten Halbzeit sollte sich nach Wiederanpfiff frühzeitig rächen. Gerade fünf Minuten waren gespielt, als Mario Krause seinen Gegenspieler Christoph Tantius im Strafraum fast auf der Grundlinie zu Fall brachte. Der gefoulte Spieler ließ sich die Ausgleichschance vom Elfmeterpunkt nicht entgehen. Der Gegentreffer hinterließ Spuren beim Blankenburger FV, trotz Überzahl leisteten sich die Platzherren ein wahres "Festival an Fehlpässen und hatten kaum noch Aktionen nach vorn", so Trainer Matthias Fieberling. Der Eintracht wurden somit mehrere hochkarätige Chancen ermöglicht, die aber fahrlässig vergeben wurden. Dreimal rettete BFV-Keeper Daniel Robinson gegen freistehende Osterwiecker das Unentschieden. In der Schlussminute sah dann auch noch Blankenburgs Philip Zablinski wegen Meckern die Rote Karte.

"Wir haben nichts verschenkt, davon konnte sich auch ein Vertreter aus Alsleben überzeugen. Eintracht Osterwieck hat sich mit der Einstellung den einen Punkt redlich verdient. In der ersten Halbzeit hatten sie Glück, dass wir nicht den Sack zugemacht haben. Nach der Pause hatten wir dann eine ganz schwache Passquote und Osterwieck die klaren Chancen zum Sieg", resümierte Blankenburgs Coach Mathias Fieberling.

Blankenburger FV: Robinson - Schwarzenberg (58. Bartl), Wegert, Krause, Rudolf, Schröder, Zobel (65. Effler), Pinta, Zablinski, Leventyüz, Schreiber (58. Brüser);

SV Eintracht Osterwieck: Schulze - Blankenburg, Perle, Hauch, Tantius, Zir, Seubert, Kruppa, Mosko (80. Hess), Wagenführ, Schmidt;

Torfolge: 0:1 Peter Mosko (5.), 1:1 Marcel Schreiber (6.), 2:1 Marcel Schreiber (32.), 2:2 Christoph Tantius (Foulstrafstoß, 50.); Schiedsrichter: Dirk Reider; Zuschauer: 77; bes. Vorkommnis: Rote Karte für Yves Blankenburg (Osterwieck, 44.) wegeTätlichkeit, Gelb-Rote Karte für Philip Zablinski(Blankenburg, 89.) wegen Meckern.