Halberstadt (bkr) l Die "Blechbüchse" oder "Spiegelhalle", wie von vielen Sportlern in und um Halberstadt die Turnhalle der Halberstädter Spiegel-Sekundarschule genannt wird, ist unter der Haube. Der HT 1861 Halberstadt und der Eigentümer, die Stadt Halberstadt, haben kürzlich auf Initiative des Sportvereins einen Betriebsführungsvertrag abgeschlossen.

Die Sporthalle ist sehr renovierungsbedürftig und stand nach dem letzten Starkregen auch unter Wasser. "Die Stadt hat kein Geld, um die ganzen Schäden zu beseitigen. Wir als Verein haben jedoch die Möglichkeit, Fördermittel zu erhalten. So haben wir der Stadt angeboten, einen solchen Vertrag mit uns abzuschließen", so HT-Präsident Gerd Hollstein. Er informierte, dass der Verein mit dem Betriebsführungsvertrag auch über die Trainingszeiten verfügen kann. Die Cheerleader des Vereins, die "Red Scorpions", werden die Hauptnutzer der Halle sein. "Das wir Hauptnutzer sind, ist genial, wir brauchen dann nicht mehr zwischen verschiedenen Hallen zu wechseln. Damit wird auch unsere Trainingsarbeit viel effektiver, weil jede Gruppe für sich trainieren kann", freut sich Daniel Pinkernelle, Coach der "Red Scorpions", über das neue Zuhause der Cheerleader. Es trainieren aber auch Handballteams des HT 1861 sowie andere Vereine, darunter das TZ Frauen- und Mädchenfußball des Harzkreises, die Diakonie (Volleyball) und die Behindertensportgruppe des VfB Germania.

Die Sportler haben mit der Renovierung der "Spiegelhalle" begonnen. Unter der Leitung von Daniel Pinkernelle halfen Vereinsmitglieder und ein Elternteil bei der Instandsetzung des Daches und bei Malerarbeiten. Insgesamt wurden dabei mehr als 200 Stunden Freizeit in die Arbeiten investiert. Das Material stellte der HT zur Verfügung. Außerdem wurde die Elektroanlage modernisiert und fast 10 000 Euro für die Ordnung und Sicherheit der Sporthalle ausgegeben. Es hat sich schon einiges verändert und die Sportler sind optimistisch, dass sie ihr Ziel, die Halle in einen Top-Zustand zu versetzen, erreichen können. Es warten aber noch weitere Arbeiten, die viel Geld kosten. Als nächstes sollen die Sanitäranlagen instandgesetzt werden. Dazu sind etwa 50 000 Euro veranschlagt, Förderanträge an das Land Sachsen-Anhalt sowie den Landkreis Harz hat der HT 1861 bereits gestellt.