Zum elften Mal hat die Harzer Volksbank die "Sterne des Sports" vergeben - und zum ersten Mal ging der "Oscar des Breitensports" an zwei Vereine. Die TSG GutsMuths Quedlinburg und der Schachklub Bad Harzburg werden die Harzregion bei den Landeswettbewerben in Sachsen-Anhalt und Niedersachsen vertreten.

Wernigerode l Da war selbst Volksbank-Vorstand Hans-Heinrich Haase-Fricke etwas angespannt, als er in den vollen Saal blickte. Mit 25 Bewerbungen erlebte der Wettbewerb auf regionaler Ebene eine neue Rekordbeteiligung, nicht zuletzt, weil die "Sterne des Sports" erstmals gemeinsam von der Harzer Volksbank ausgerichtet wurde. "Wir ehren Vereine, die sich mit ihren Projekten, wie wir als Unternehmen, für unsere Region einsetzen", hob Heino Oehring noch einmal die Ausrichtung des Wettbewerbs auf den Breitensport hervor.

Wie weit der Erfolgsweg bei den "Sternen des Sports" führen kann, verdeutlichte Sebastian Knobbe, Vereinschef vom SV Langenstein, in seinem anschaulichen Rückblick zum Wettbewerb des Vorjahres. Mit dem Projekt "Juwel", das für Jugend, Wirtschaft und Eltern steht und Jugendliche in der Heimatregion binden soll, hatte der Verein den Großen Stern in Silber auf Landesebene gewonnen und deutschlandweit Rang vier belegt. "Bei diesen Ehrungen haben wir eine riesige Wertschätzung für unsere Arbeit erfahren", so Knobbe.

Nachdem im Jahr zuvor bereits der TSV Zilly den "Großen Stern" auf Landesebene gewonnen hatte, stehen die Chancen nicht schlecht, dass die Harzregion in diesem Jahr einen Hattrick landet. Die TSG GutsMuths Quedlinburg dürfte mit ihrem Projekt "U 7 plus - Mission 1000 Füße in Bewegung das ganze Jahr" gute Aussichten auf eine vordere Platzierung in Magdeburg haben. Zudem hat die Harzregion mit dem Schachklub Bad Harzburg ein zweites heißes Eisen im Feuer. Zum ersten Mal kürte die Jury zwei Sieger, das Projekt "Schulen ans Brett" bewirbt sich beim Landeswettbewerb Niedersachsen um einen "Silbernen Stern". Beide Vereine erhielten neben dem "Großen Stern des Sports in Bronze" eine Prämie von 1000 Euro.

Auch die beiden Vereine auf den Podestplätzen, der BRSV "Sine Cura" aus Quedlinburg mit dem Projekt zu den Landeswinterspielen und der HSV 2002 Wernigerode für sein "Schwimmen gegen Krebs", konnten sich über stattliche Prämien freuen. Eine kleine Finanzspritze gab es wie gewohnt für alle Bewerber.

Für das nächste Jahr ist die Jury übrigens um ein Mitglied größer: Schirmherr Marcel Hacker sagte der Einladung von Hans-Heinrich Haase-Fricke ohne großes Zögern zu.