Mit einem tollen Erfolg ist Ute Fibranz von den Senioren-Weltmeisterschaften im ungarischen Debrecen heimgekehrt. Die Fechterin vom Wernigeröder SV Rot-Weiß gewann mit der Deutschen Nationalmannschaft die Goldmedaille im Florett-Teamwettbewerb.

Wernigerode l "Durch meine Nominierung war ich zur rechten Zeit am rechten Ort", umschrieb Ute Fibranz den größten Erfolg ihrer langjährigen Karriere. Die Wernigeröderin hatte sich mit guten Ergebnissen bei deutschlandweiten Turnieren im Einzel das Ticket zu den Weltmeisterschaften in Debrecen gebucht. Hier platzierte sich die Wernigeröderin zwar im vorderen Dittel, "mehr war gegen die starke Konkurrenz mit ehemaligen Weltmeistern nicht möglich", so Ute Fibranz.

Im sechsköpfigen Nationalteam, das mit jeweils zwei Fechtern in drei verschiedenen Altersklassen der Kategorie "A" (50 bis 60 Jahre), Kategorie "B" (60 bis 70 Jahre) und Kategorie "C" (ab 70 Jahre) gebildet wurde, wurde Ute Fibranz in der Kategorie B neben Ute Wessel aus Bonn, die als ehemalige Leistungssportlerin im Einzel die Silbermedaille im Florett gewonnen hatte, eingesetzt. Mit souveränen Siegen gegen Frankreich, Finnland und Großbritannien erkämpfte sich das Team eine gute Ausgangsposition. Der USA musste sich das Deutsche Nationalteam zwar um einen Treffer geschlagen geben, durch den guten Index (Trefferverhältnis) reichte es dennoch zu WM-Gold vor Finnland und Großbritannien.

"Auf dem Treppchen zu stehen, war schon ein tolles Erlebnis. Es geht unter die Haut, wenn die Fahne gehisst und die Nationalhymne gespielt wird", schildert Ute Fibranz ihre Eindrücke von der Siegerehrung.

Ein großes Dankeschön richtet die WSV-Fechterin an Olympiasiegerin Imke Duplitzer. "Im Rahmen eines Trainingslagers in Schierke (Volksstimme berichtete) habe ich von Imke wertvolle technische und taktische Tips erhalten, die ich gut in Debrecen umsetzen konnte", verrät die frischbackene Team-Weltmeisterin Ute Fibranz.