Der VfB Germania Halberstadt II überwintert als Tabellenzweiter der Landesliga Nord. Das Harzer Derby gegen den SV Stahl Thale entschieden die Vorharzer vor knapp 60 Zuschauern mit 3:0 (1:0) für sich.

Halberstadt l Die Germanen behaupteten damit gleichzeitig die gute Ausgangsposition vor dem MSV Börde. Die Magdeburger liegen zur Halbserie nur einen Zähler hinter der Regionalliga-Reserve. Mit dem Heimsieg vergrößerte der VfB gleichzeitig den Abstand zu Konkurrent Thale auf jetzt neun Punkte. Die Thalenser hingegen spüren jetzt schon den Atem vom VfB Ottersleben und der TSG Calbe im Nacken. Beide Verfolger machten mit hohen Siegen weiteren Boden gut.

Die Platzverhältnisse im Friedensstadion waren eines Derbys nicht würdig, zu tief und feucht war der Rasen. Das bemängelten im Anschluss auch beide Trainer. Thales Ingo Vandreike: "Auf dem Platz war Fußballspielen unmöglich. Halberstadt hat hier aufgrund der langen Bälle auf Florian Köhler, der diese auch oft verlängert hat, besser ausgesehen." Germania-Coach Karsten Armes: "Das war grenzwertig. Darum sollte mein Team probieren, was möglich ist. Sicher musste man in einigen Situationen die Keule raus holen." Eine der wenigen guten Aktionen im ersten Abschnitt vollendete Nick Schmidt zur 1:0-Führung (25.). Seinen zweiten Treffer erkannte der Schiedsrichter kurz danach wegen Abseits nicht an.

Nach Wiederanpfiff dauerte es bis zur 75. Minute, ehe Robert Rode nach einer schönen Kombination auf 2:0 erhöhte. Thale war nie richtig gefährlich, wenn dann kam der Gast mit Standards zum Abschluss. Bei einem dieser ruhenden Bälle fasste VfB-Torwart Florian Guderitz nicht richtig zu, das Leder prallte knapp neben das Tor (85.). Auf der anderen Seite hatte Schmidt das 3:0 auf dem Fuß (86.). Wenig später sah Thales Keeper Nico Engel auch nicht gut aus, wenngleich schon seine Vorderleute großen Anteil am dritten Gegentreffer hatten. Vom Außenverteidiger kam der Pass ungenau, Florian Köhler antizipierte die Situation und legte die Kugel vorbei am Torwart in die Maschen (87.). Für die anschließende Weihnachtsfeier des VfB II waren also beste Voraussetzungen geschaffen. "Zum Vierten haben wir relativ viel Platz. Wir stehen voll im Soll", freute sich Trainer Armes nach Abpfiff.

Torfolge: 1:0 Nick Schmidt (25.), 2:0 Robert Rode (75.), 3:0 Florian Köhler (87.); Schiedsrichter: Kay Schröter; Zuschauer: 61.