Germania Wernigerode hat sich am letzten Spieltag vor der Winterpause die Tabellenführung der Fußball-Harzoberliga gesichert. Die Becker-Elf löste mit einem 3:1-Sieg über Blau-Weiß Hausneindorf den bisherigen Spitzenreiter SC Heudeber ab.

Wernigerode l Die Gastgeber starteten in einer ungewohnten Formation, da dem Trainergespann Becker/Wellmann immerhin neun Akteure aus den verschiedensten Gründen nicht zur Verfügung standen. Dennoch hatten die Gäste aus Hausneindorf vor allem in der ersten Halbzeit dem guten Kombinationsspiel der Heimelf in spielerischer Sicht kaum etwas entgegen zu setzen. Auch weil das frühe 1:0 den Platzherren die nötige Sicherheit brachte und die Zeichen frühzeitig auf Sieg stellte. Nach einem sehenswerten Angriff über die linke Seite schloss Philipp Reichelt die Vorlage von Christian Harenberg überlegt ab.

Die Hausneindorfer hatten ihre erste nennenswerte Torchance in der 18. Minute. Einen Freistoß von Sebastian Wolf wehrte Keeper Philip Sänger im Tor der Germanen sicher ab, den Nachschuss setzte Raik Ruch knapp neben den Pfosten.

Anschließend setzten die Wernigeröder ihren flüssigen Angriffsfußball in Richtung Gästetor fort. Einen tollen 20 m-Schuss von Arthur Anschiz konnte Daniel Tenzer im Tor der Hausneindorfer mit den Fäusten gerade noch so über den Querbalken lenken, Patrik Peszt scheiterte nach einem Freistoß per Kopfball. In aussichtstreicher Position behinderte ihn die tief stehende Sonne entscheidend. Nach einer halben Stunde wurden die Offensivbemühungen der Einheimischen mit dem 2:0 belohnt. Lars Herlemann wurde im Strafraum zu Fall gebracht, den fälligen Elfmeter verwandelte Arthur Anschiz sicher.

Sechs Minuten vor dem Halbzeitpfiff legten die Germanen bereits den entscheidenden dritten Treffer nach. Nach einer flachen Hereingabe von Christian Harenberg stellte Lars Herlemann einmal seinen Torriecher unter Beweis, mit der Hacke zirkelte er das an den verdutzten Gästespielern vorbei zum 3:0-Pausenstand ins Tor. Kurz vor der Pause herrschte dann noch einmal Aufregung vor dem Wernigeröder Tor. Sebastian Wolfs Freistoß aus 18 Metern konnte Daniel Michaelis auf der Linie klären.

Nachdem sich beide Mannschaften in der Kabine von dem durch einige Nickligkeiten geprägten Spiel etwas beruhigt hatten, setzten die Wernigeröder das Spiel nach Wiederanpfiff mit einigen unkonzentrierten Aktionen fort. Folgerichtig verkürzte Hausneindorf auf 3:1, als Immo Wolf freistehend im Strafraum ins lange Eck vollenden konnte. Hausneindorf war nun bemüht um mehr Offensivaktionen bemüht, das schnelle und geradlinige Spiel der Wernigeröder strahlte aber deutlich mehr Torgefahr aus. Wier schon so oft im Verlauf der Hinrunde, wurden die vielversprechende Angriffe aber nicht konsequent genug zu Ende gespielt. So rutschte Daniel Michaelis vor dem leeren Tor aus (57.), Lars Herlemann schoss freistehend drüber. Nach einer guten Möglichkeit für Hausneindorf Robin Noah (60.), strich ein Schuss von Christian Harenberg knapp über das Tor (64.). Kurz darauf vertändelte Arthur Anschiz nach tollem Solo vor dem gegnerischen Kasten (71.).

In der Folge nahmen die Nichklichkeiten auf beiden Seiten zu, Konsequenz waren insgesamt sieben Gelbe Karten und zwei Gelb-Rote Karten gegen Germanias Daniel Michaelis (74.) und den Hausneindorfer Christopher Guse (90.). In der Schlussminute hätte Robin Noah den Anschluss für Hausneindorf herstellen können, doch Robin Noah köpfrte knapp neben das Tor.

Germania Wernigerode: Sänger - Gasch, Franke, Schulz (62. Seil), Roth (24. Peszt), Harenberg, (85. Willner), Michaelis, Krebs, Anschiz, Reichelt, Herlemann;

Blau Weiß Hausneindorf: Tenzer - Adelberg, Sindermann, Ruch, Weiß (72. Sanne), Noah, I. Wolf, S. Wolf (90. Krause), Henze, Bendler, Guse;

Torfolge: 1:0 Philipp Reichelt (6.), 2:0 Arthur Anschiz (30.), 3:0 Lars Herlemann (39.), 3:1 Immo Wolf (50.); Schiedsrichter: Oliver Backhhaus (Eilenstedt); Zuschauer: 25; bes. Vorkommnisse: Gelb-Rote Karten gegen Daniel Michaelis (Germania) wegen Unsportlichkeit (74.) und Christopher Guse (Hausneindorf) wegen Unsportlichkeit (90.).