Halberstadt l Vor einer tollen Kulisse von 340 zahlenden Zuschauern boten die acht Mannschaften aus der Kreisstadt und den Nachbarorten ein spannendes, ausgeglichenes und wohltuend faires Turnier. Zur Freude des veranstaltenden Kreisfachverbandes Harz war nach langer Pause auch der MSV Eintracht Halberstadt wieder mit von der Partie. Trotz guter Vorstellung musste die Harzklasse-Elf den höherklassigen Teams in der Gruppe 2 den Vortritt lassen. Die beiden Landesklasse-Teams aus Osterwieck und Schlanstedt gaben sich auch gegen den Harzligisten Grün-Gelb Ströbeck keine Blöße und zogen erwatungsgemäß ins Halbfinale ein.

In der Gruppe 1 erspielte sich die junge Germania-Elf, die mit fünf A-Junioren angetreten war, souverän den Staffelsieg. Als Gruppenzweiter folgte Fortuna Halberstadt ins Halbfinale, der Harzoberligist setzte sich im entscheidenden Spiel gegen die Landesklasse-Elf des SV Langenstein mit 3:2 durch. Auch der FSV Sargstedt spielte ein überzeugendes Turnier, bot auch der Germania beim 1:2 sehr gut Paroli. Am Ende wurde es aber trotzdem nur der letzte Platz in der Gruppe und im Turnier, da auch das Neunmeterschießen um Platz sieben gegen den MSV Eintracht mit 1:2 verloren ging.

Im ersten Semifinale marschierte Germania Halberstadt II mit einem deutlichen 6:0-Sieg ins Endspiel, obwohl auch Olympia Schlanstedt durch Franz Hentschel und Patrick Schrader einige klare Chancen hatte. Das zweite Halbfinale sah die Osterwiecker Eintracht sowohl spielerisch als auch in puncto Chancen im Vorteil, doch Dominik Keber schoss die Fortuna mit einer gelungenen Einzelaktion zur Führung. In der Schlussphase hatte allein Eintracht-Kapitän Hannes Seubert vier klare Chancen, darunter einen Pfostenschuss. Doch die Fortuna brachte das 1:0 über die Zeit.

Im folgenden Neunmeterduell um Platz fünf mussten die drei Schützen vom SV Grün-Gelb Ströbeck und SV Langenstein jeweils doppelt ran, ehe der 4:3-Sieg der Ströbecker feststand. Im kleinen Finale behielt dann Eintracht Osterwieck gegen Olympia Schlanstedt wie schon im Vorrundenspiel die Oberhand, Tore von Valentin Schmidt (2) und Denny Wagenführ sicherten den Bronzerang.

Im Finale gab es ein Wiedersehen der beiden Stadtrivalen. Die Fortuna bot der spielerisch stärkeren Germania hervorragend Paroli, hatte durch Christian Krebs sogar die erste Großchance zur Führung. Mit zunehmender Dauer nahm der Druck des Favoriten zu, doch Keeper Denis Neitzel rettete die Fortuna mit super Paraden gegen Florian Köhler und Danny Wersig in die Verlängerung. Bei einer guten Derbystimmung kam zwischenzeitlich auch auf dem Platz etwas Hektik auf, doch der gute Referee Kevin Breiting beruhigte die Gemüter schnell. In der Verlängerung hatte erneut die Fortuna durch Keber und Nawrocki die ersten Chancen, fast im Gegenzug traf Mark Schröder zur Germania-Führung. Mit zwei weiteren Treffern nach Kopfallablage von Köhler und Zusammenspiel von Roggenbuck und Wersig avancierte Schröder endgültig zum Matchwinner bei Germanias 3:0-Endspielsieg.

Bei der Siegerehrung, die bereits zum zehnten Mal von Stadträtin Frauke Weiß vorgenommen wurde, kam auch der beste Torschütze aus den Reihen der Germania: Florian Roggenbuck hatte neun Treffer erzielt.

 

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