Wernigerode (ige) l Der Aufstiegskampf in der Fußball-Harzliga, Staffel 1, gestaltet sich weiterhin sehr spannend. Am 19. Spieltag zählten Meteor Wegeleben, der Hessener SV und Grün-Gelb Ströbeck zu den großen Gewinnern.

TSV Zilly 1911 - FSV Grün-Weiß Ilsenburg II 2:2 (1:1). Die Grün-Weißen gingen nach dem starken Rückrundenstart hochmotiviert in die Spitzenpartie und erarbeiteten sich schnell gute Torchancen. Nach Vorarbeit von Christian Sulkowski traf Patrick Jürgens zum frühen 0:1. In der Folge verpassten Christian Sulkowski (9.), Pascal Dreher (12.) und Alexander Himburg (20.) eine höhere Führung. Nach einer halben Stunde kam der TSV Zilly besser ins Spiel, Hendrik Heicke bestrafte eine Nachlässigkeit der Defensive mit dem Ausgleich. Nur kurze Zeit später hatte Oliver Lindau die Führung auf dem Fuß, doch FSV-Keeper Stefan Schultz parierte glänzend. Danach stand sein Gegenüber im Mittelpunkt, nach wiederholtem Meckern kassierte Sven Wessel die Gelb-Rote Karte. Die Ilsenburger konnten aus der zahlenmäßige Überlegenheit kein Kapital schlagen, viele Abspielfehler und lange Bälle prägten die Partie. Hinzu kamen viele kleine Nickligkeiten, die die Athmospäre weiter anheizten. Referee Robert Pankow zeigte gleich zehn Gelbe Karten. Der TSV Zilly strahlte in Unterzahl über Konter deutlich mehr Torgefahr aus, Stefan Schultz verhinderte mit seinen Paraden zunächst einen Rückstand. Beim Elfmeter von Oliver Lindau war er dann machtlos, zuvor war Stefano Vitolo an der Strafruamgrenze gefoult worden. Die Angriffsbemühungen der Ilsenbugrer brachten kaum Zählbares, ein Aufsetzer von Christian Sulkowski sicherte dennoch das schmeichelhafte Remis. In der Schlussphase sah auch Ilsenburgs Martin Enigk nach einem Foul die Gelb-Rote Karte, die Schlussoffensive der Zillyer brachte nichts mehr ein.

Torfolge: 0:1 Pascal Dreher (5.), 1:1 Hendrik Heicke (30.), 2:1 Oliver Lindau (78. Foulstrafstoß), 2:2 Christian Sulkowski (89.); Schiedsrichter: Robert Pankow (Wernigerode); Zuschauer: 64; bes. Vorkommnisse: Gelb-Rote Karten gegen Sven Wessel (TSV Zilly, 42.) und Martin Enigk (FSV Ilsenburg II, 89.).

Hessener SV 1928 - TSV 09 Wasserleben 2:1 (0:1). Die Gastgeber übernahmen gegen stark ersatzgeschwächt angetretene Wasserleber sofort die Initiative, doch Patrick Riesmeier (1.), Sylvio Diedrich (8.) und André Drechsler (20.) verpassten eine frühe Führung. Kurz vor der Pause kam denn Farbe ins Spiel. Erst flogen Axel Odenbach (Wasserleben) und Hessens Patrick Rießmeier wegen Tätlichkeiten vom Platz, zwei Minuten später traf es mit Sebastian Kortegast (Schieri-Beleidigung) den zweiten Hessener. Die Platzherren hatten durch Diedrich (42.) und Christian Korn (43.) weiter die besseren Chancen, doch mit der ersten Möglichkeit traf Wasserleben zur Führung. Chris Kallnischkies vollendete einen Konter nach Feuerstack-Zuspiel. Nach Wiederanpfiff verlief die Partie ausgeglichen. Während der Hessener SV durch Korn (48.) und Artur Markworth (70.) den Ausgleich verpasste, hätten auf Wasserlebener Seite Andreas Grunewald (55.) und Matthias Theunert (86.) den Sack zu machen können. So schafften die bis zum Schluss anrennenden Hessener durch zwei Fernschüsse von Artur Markworth noch die Wende, wobei der Ball beim Siegtor vor Gästekeeper Komor unglücklich aufsprang.

Torfolge: 0:1 Chris Kallnischkies (35.), 1:1, 2:1 Artur Markworth (90., 90.+1); Schiedsrichter: Steffen Ehrhardt (Wernigerode); bes. Vorkommnisse: Rote Karten gegen Patrick Riesmeier (Hessener SV 36.), Axel Odenbach (TSV Wasserleben, 36.) und Sebastian Kortegast (Hessener SV, 38.).

Germania Wernigerode II - SV Grün-Gelb Ströbeck 0:1 (0:0). Germania kam gegen die kampfstarke Ströbecker Elf gut ins Spiel, angetrieben vom sicheren Libero Sven Roth wurden zahlreiche Angriffe vorgetragen. Torgelegenheiten blieben jedoch Mangelware, beide Torhüter blieben lange Zeit beschäftigungslos. Nach der Pause erhöhte Grün-Gelb Ströbeck den Druck, in dieser Phase konnte Germania den Ball mehrere Male nicht entscheidend klären. Nach einem abgewehrten Eckball kam Nario Kohn erneut an den Ball und vollendete mit sehenswertem Schlenzer ins lange Eck zur Gästeführung. Danach drängte die Germania auf den Ausgleich. Andreas Rauchensteiner hatte nach einem Missverständnis der Ströbecker Abwehr die Großchance, doch Torhüter Martin Lidke parierte zweimal hervorragend (75.). Ströbeck verlagerte sich ausschließlich auf Konter, überstand aber den Dauerdruck der Heimelf mit Glück und Geschick und fügte dem Aufsteiger die erste Heimniederlage nach einem halben Jahr zu.

Tor: 0:1 Mario Kohn (49.); Schiedsrichter: Alexander Koch (Silstedt); Zuschauer: 27.