Wernigerode (ige) l Die Handballer des HV Wernigerode haben in der Sachsen-Anhalt-Liga ihren dritten Heimsieg in Serie verpasst. Gegen den Tabellenvorletzten, HSG Wolfen 2000, musste sich die Ahlsleben-Sieben mit einem 27:27-Unentschieden zufrieden geben.

Trotz einiger Ausfälle gingen die Wernigeröder mit einer ordentlichen Besetzung in die Partie. Neben David Weist, dessen Einsatz aus gesundheitlichen Gründen fraglich war, stand auch Kevin Rinke durch einen "Heimaturlaub" im Rahmen seines Auslandssemesters zur Verfügung. Die Wernigeröder fanden dennoch mühsam ins Spiel, mussten bis zum 7:7 Mitte der ersten Halbzeit ständig einem Rückstand hinterherlaufen. Zwischenzeitlich führten die Gäste immer wieder mit zwei Toren (1:3, 3:5, 5:7), ehe die Wernigeröder beim 8:7 erstmals in Front lagen.

In dieser Phase mussten die Wernigeröder den nächsten schweren Rückschlag hinnehmen, Markus Czaja schied mit einem Handbruch aus. "Es ist bereits der vierte Spieler, der uns mit einer gebrochenen Hand ausfällt", haderte Trainer Björn Ahlsleben mit dem anhaltenden Verletzungspech. Dennoch ging seine Mannschaft zwischenzeitlich mit 13:11 in Führung, ehe Wolfen in den Schlussphase der ersten Halbzeit zum 14:14 ausglich.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit legte der HVW zwar immer wieder die Führung vor, verpasste es allerdings, sich vielleicht schon vorentscheidend abzusetzen. Die Möglichkeiten dazu waren gegeben, auch weil Keeper Andreas Wisotzky - ebenso wie Michael Zimmermann in der ersten Halbzeit - zahlreiche Würfe parierte. Doch in den entscheidenden Phase ließen die Wernigeröder sowohl in der Abwehrarbeit als auch im Angriff die nötige Konsequenz vermissen. Über die Stationen 17:15 und 20:20 waren beim Stand von 23:25 sogar die Wolfener auf der Siegerstraße. In einer spannenden Schlussphase hatte Felix Wilde die Chance zum Siegtreffer, übertrat aber bei seinem hohen parierten Wurf. In den verbleibenden sieben Sekunden rettete der HVW zumindest das Remis über die Zeit.

"Wir haben es zu keiner Phase des Spiels geschafft, 100 Prozent zu geben. Nicht weil die Spieler nicht wollten, aber unbewusst lässt man gegen einen Gegner aus dem Tabellenkeller dann eben doch das ein oder Prozent liegen", bemängelte HVW-Trainer Björn Ahlsleben.

HV Wernigerode: Zimmermann, Wisotzky - Czaja (3), Meißner, Müller (12/5), Hoffmann (2), Nierlein, Karau (2), Weist (2), Rinke (2), Erdmann (2), Wilde (2), Stecker;

Zeitstrafen: HV Wernigerode 6 - HSG Wolfen 6 + Rote Karte gg. Christopher Herrmann (47., dritte Zeitstrafe); Siebenmeter: HVW 6/5 - Wolfen 1/1.

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