Die Regionalliga-Reserve des VfB Germania Halberstadt kann offenbar nicht mehr gewinnen. Im Verfolgerduell und gleichzeitig Spitzenspiel der Landesliga Nord hieß es 1:1 gegen den MSV Börde.

Halberstadt l Gegen den Tabellendritten und ärgsten Verfolger im Klassement ging es auf den Hauptplatz im Friedensstadion. An "Bord" der Germania war erstmals nach längerer Verletzungspause auch Ivan Ristovski. Für das Finale der Regionalliga sollte er sich im Kreise der zweiten Mannschaft Kraft und Ausdauer zurückholen.

Was im Spitzenspiel auffiel: Sowohl die Gastgeber aus Halberstadt als auch die Landeshauptstädter legten ein ansehnliches Tempo vor. Im ersten Durchgang neutralisierten sich beide Seiten nahezu. Den ersten, womöglich schon spielentscheidenden Fehler, wollte keine Mannschaft begehen.

Auch nach Wiederanpfiff sahen die knapp 50 Zuschauer eine temporeiche Begegnung. Wenige Minuten nach dem Seitenwechsel gingen dann die Gäste vom MSV Börde in Führung. Daniel Zoll sorgte mit seinem Treffer dafür, dass der VfB Germania II die Initiative ergreifen musste. Besonders aktiv war dabei Pascal Eggert auf der linken Angriffsseite. Immer wieder sorgte er für viel Bewegung, indem er entweder lange Wege ging, sich 1-1 in Richtung Zentrale durchsetzte oder seine Mitspieler bediente. Er selbst wurde oft mit langen Bällen "gefüttert". Lohn für die engagierte Halberstädter Spielweise war der Ausgleich nach 56 Minuten. Danny Wersig nahm einen lang geschlagenen Pass gekonnt per Brust an, um danach zwei Börde-Gegenspieler aussteigen zu lassen und Denny Piele zu bedienen. Der Torjäger hatte keinerlei Problem, das Leder einzuschieben.

Nach knapp einer Stunde Spielzeit hatte Piele nach einer ähnlichen Situation, diesmal war allerdings Eggert der Vorbereiter, den Führungstreffer auf dem Fuß. Aus Nahdistanz ließ er diese top Chance aber ungenutzt. Auch Börde hatte noch zwei Abschlussgelegenheiten, die brachten Keeper Danilo Dersewski jedoch nicht in Bedrängnis.

Am Ende verteidigte Magdeburg das Remis, Halberstadt konnte den vielen Ballbesitz und die streckenweise Feldüberlegenheit gegen den direkten Konkurrenten nicht in einen Sieg ummünzen. Grund: Die Chancenverwertung war mangelhaft. Dieses Problem beschäftigt die Germania nun schon das dritte Spiel in Serie, denn für die angriffsstärkste Mannschaft der Liga (68 Tore) sind zwei Treffer in den vergangen drei Partien zu wenig. Entsprechend fiel das Resümee von Spielertrainer Enrico Gerlach aus: "Im Moment fehlt es uns vorne. Da nützt auch viel Ballbesitz nichts. Wenn man in der Offensive Probleme hat, sollte man aber möglichst hinten zu Null zu spielen."

VfB Germania II: Dersewski - Wersig, Piele, Rode, Eggert, Köhler, Christian Madaus, Probst, Ristovski, Rentz (69. Helmholz), Carsten Madaus;

Torfolge: 0:1 Daniel Zoll (48.), 1:1 Denny Piele (56.); Schiedsrichter: Sven Tuchen; Zuschauer: 42.