Der FSV Grün-Weiß Ilsenburg steht seit Sonnabend als Staffelsieger und Landesliga-Aufsteiger fest: Nach dem 2:0 (1:0)-Sieg gegen den SV 09 Staßfurt ist den Harzern Rang eins in der Fußball-Landesklasse, Staffel III, nicht mehr zu nehmen.

Ilsenburg (jsc/mak) l Sie ahnten es vielleicht nicht, aber die Staßfurter lieferten am Sonnabend in Ilsenburg Schützenhilfe für wilde Jubelszenen nach der Partie, tanzende Spieler und freudige Ilsenburger Gesichter: "Viele Teams haben sich in der Rückrunde gegen uns hinten rein gestellt, gemauert. Staßfurt ist ein Team, das mitspielt und das kam uns entgegen", sagte Jürgen Schröder, sportlicher Leiter der Ilsenburger.

So boten beide Teams beim zehnten FSV-Heimsieg der Saison eine gutklassige, von Offensivaktionen geprägte Partie. Felix Jesse vergab per Kopfball die erste Gelegenheit der Gäste und scheiterte an Ilsenburgs Keeper Patrick Schimkat.

Mit zunehmender Spieldauer kamen die Hausherren besser ins Spiel, kombinierten gut und stellten die nicht immer sicher agierende Staßfurter Abwehr vor einige Probleme. Doch eine Direktabnahme von Steven Boas ging über das Gehäuse (14.) und auch im Eins-gegen-Eins verloren Martin Salajka (16.) und Dawid Lozinski (18.) ihre Duelle gegen Torhüter Robert Michalak. Nach einigen weiteren guten Gelegenheiten war es wieder einmal Boas, der die Chancen der Hausherren in Zählbares ummünzte: Nach einem Diagonalpass von René Harring setzte Dawid Grittner seinen Teamkollegen in Szene - 1:0 (44.).

Im zweiten Spielabschnitt verloren die Harzer zunächst die Spielkontrolle, Staßfurt bemühte sich um den Ausgleich, aber nur ein abgefälschter Schuss von Bastian Jesse sorgte für Gefahr (58.).

Nach 60 Minuten kamen die Gastgeber wieder besser in die Partie, spielten konzentrierter und druckvoller nach vorn. Salajka verzog knapp aus halbrechter Position (60.) und Sebastian Fabich konnte die schöne Vorarbeit von Boas nicht verwerten (66.).

So dauerte es bis zur 83. Minute, ehe Sebastian Fabich auf dem linken Flügel nach innen zog und mit dem rechten Fuß vollendete - 2:0. Die Entscheidung war gefallen, nicht nur in Sachen Heimsieg, sondern auch in der Tabelle.

In den verbleibenden Spielminuten warteten die Ilsenburger nur noch auf den Schlusspfiff des souverän auftretenden Schiedsrichters David Kawitzke. Zwei Minuten Nachspielzeit, ein Blick Richtung Kawitzke und dann endlich: der erlösende Pfiff. Er stand am Sonnabend nicht nur für das Ende eines Fußballspiels, sondern vor allem für den Neuanfang der Ilsenburger in der Landesliga. "Dass uns der endgültige Schritt Richtung Aufstieg im Heimspiel gelungen ist, hat uns besonders gefreut", sagte Schröder. Dessen Aufgabe wird es nun sein, ein Team zusammenzustellen, das auch in der Landesliga mithalten kann.

FSV Grün-Weiß Ilsenburg: Schimkat - Galeza, Reuß, Harring, Grittner, Salajka, Hentschel, Bräunel, Fabich, Lozinski (88. Himburg), Boas (90. Berndt);

Torfolge: 1:0 Steven Boas (44.), 2:0 Sebastian Fabich (83.); Schiedsrichter: Dawid Kawitzke (Rhoden); Zuschauer: 90