Ilsenburg l Auch für den bislang ungeschlagenen Spitzenreiter HBC Wittenberg gab es in der Harzlandhalle nichts zu holen, die Ilsestädter siegten klar mit 33:24.

Der Absteiger aus der Sachsen-Anhalt-Liga reiste als einziges unbesiegtes Team der Liga an, die einzigen Minuspunkte hatten die Wittenberger am „Grünen Tisch“ hinnehmen müssen. Über weite Strecken der ersten Halbzeit verdeutlichte der HBC, warum er die Tabelle der Verbandsliga Süd souverän anführt. Vor allem die groß gewachsenen Rückraumspieler René Knabe und Janik Beese konnten sich trotz konzentrierter Abwehrleistung immer wieder in Szene setzen. Den gefährlichen Tempogegenstößen über die linke Wittenberger Angriffsseite schob Trainer Andreas Simon mit dem schnellen Marcel Lerich einen Riegel vor.

Begünstigt durch einige Fehlabspiele führten die Gäste in der Anfangsphase zwischenzeitlich mit 4:2, doch Keeper Jan Pesenecker hielt sein Team mit einigen starken Paraden, darunter einen Strafwurf, im Spiel. Der HV Ilsenburg glich schnell wieder zum 4:4 aus, danach verlief das Duell lange Zeit auf Augenhöhe. Bis zum 11:11 konnte sich keine Mannschaft mit mehr als einem Tor absetzen, dann reagierte HVI-Coach Andreas Simon mit einer Auszeit (27.). Er stellte auf eine Taktik mit zwei Kreisspielern um – und mit den letzten beiden Treffern der ersten Halbzeit warfen die Hausherren eine 14:12-Führung heraus.

Nach Wiederanpfiff erwischten die Ilsenburger einen Start nach Maß, drei gegnerische Angriffe wurden abgefangen und der Vorsprung mit erfolgreichen Abschlüssen auf 17:12 ausgebaut. Die Gäste reagierten mit einer doppelten Manndeckung gegen den Ilsenburger Rückraum, aber ohne den erhofften Erfolg. Hier machte sich einmal mehr die starke Bank bezahlt, der HVI hatte immer eine passende Antwort parat. Ob Johannes Bittner nach schönem Tempogegenstoß, Marcel Lerich über Außen, Jaroslav Zuzanek als Vorbereiter oder Eric Brune mit einem sehenswerten Distanzwurf – die Offensive der Ilsestädter war von den Wittenbergern kaum auszurechnen.

Zum herausragenden Schützen avancierte aber ein Routinier: Michael Gohlke hatte sich bereits vor der Pause sehr treffsicher gezeigt, auch im Verlauf der zweiten Halbzeit versenkte er die Würfe mit viel Übersicht im gegnerischen Gehäuse und zeigte sich auch vom Siebenmeterpunkt mit makelloser Bilanz von fünf verwandelten Strafwürfen nervenstark.

Zwischenzeitlich versuchte es der HBC Wittenberg auch mit einem siebten Feldspieler, doch die HVI-Deckung und ein starker Jan Pesenecker ließen den Gegner verzweifeln. Spätestens als die Führung mit jeweils vier Treffern in Serie auf 21:17 bzw. 30:21 ausgebaut wurde, waren die letzten Zweifel am fünften Sieg im sechsten Heimspiel beseitigt.

„Die Mannschaft hat nahtlos an das gute Derby vor dem Jahreswechsel angeknüpft, der Sieg war letztlich auch in dieser Höhe verdient. Die Jungs können stolz auf die Leistung sein, ich bin mit dem Spiel rundum zufrieden“, lobte Ilsenburgs Coach Andreas Simon.

HV Ilsenburg: Pesenecker, Homann - Gohlke(12/5), Rinke (2), Hoffmann (4), Lerich (4), Kausch (4), Ninnemann (1), Bittner (5), Schneider, Zuzanek, Brune (1), Kunze, Hain;

Zeitstrafen: HV Ilsenburg 3 - HBC Wittenberg 3; Siebenmeter: HV Ilsenburg 5/5 - HBC Wittenberg 4/2.