Niederndodeleben (tbl) l Handball-Oberligist TSV Niederndodeleben hat am Sonntag in der Wartberghalle eine 19:28 (12:16)-Niederlage gegen Liga-Primus SC Markranstädt eingesteckt. Mit dieser Niederlage endet für den TSV auch die Serie von 15 Heimspielsiegen in Folge. Dabei täuscht der hohe Rückstand über die Möglichkeiten der TSV-Frauen hinweg. Es war nämlich durchaus mehr drin in dieser Begegnung.

Die Gäste erwischten den besseren Start. Insbesondere Markranstädts Nele Förster auf der linken Außenbahn sorgte mit bereits drei Treffern für die 3:6-Gästeführung (8. Spielminute). Die Heimsieben, die es den Gäste durch unnötige Ballverluste wiederholt leicht machte, biss wieder und hielt diesen Rückstand bis 8:11 (19.), Ina Bruckbauer netzte mit einem Treffer von außen ein.

Danach leisteten sich die TSV-Frauen drei Fehlwürfe, die der Tabellenführer umgehend nutzte, den Vorsprung auf 10:15 (26.) hochzuschrauben. Beim Stand von 12:16 ertönte der Halbzeitpfiff.

Nach dem Seitenwechsel versuchten die Gäste über ein höheres Tempo auf eine vorzeitige Entscheidung zu drängen. Der TSV antwortete jedoch und ging das Tempo mit, verkürzte dabei zum 15:18 (39.). Hier war aber auch das spielentscheidende Manko ersichtlich. Es hätte auch gut und gern 18:18 stehen können. Schon früh in der zweiten Halbzeit vergaben die TSV-Frauen drei Strafwürfe, die allesamt Beute der sehr guten Julia Hegemann im Gästetor wurden. Zwei weitere Strafwürfe fanden in Durchgang zwei nicht den Weg ins Gästetor, so dass allein dadurch insgesamt fünf mögliche Tore in der Endabrechnung fehlten.

Gleich darauf folgte ein Schock-Moment für die Heimsieben, als sich Torfrau Sabine Meier das Knie verdrehte und nicht mehr weiterspielen konnte. In den Minuten dar-auf waren die TSV-Frauen noch nicht wieder bei der Sache, Markranstädt zog vorentscheidend auf 16:24 (47.) weg. Hier war es insbesondere die individuelle spielerische Klasse von Gäste-Regisseurin Sarina Cichy und der Altinternationalen Ingrida Radzeviciute, die den Unterschied machten und die zusammen von den zehn Gäste-Feldtoren im zweiten Durchgang allein sechs erzielten.

Die letzten zehn torarmen Spielminuten waren auf beiden Seiten von kämpferischen Aspekten geprägt, nachdem 17:25 (49.) und einem weiteren verletzungsbedingten Ausfall mit Jasmin Maue (50./Fuß) bei der Heimsieben fand der Ball nur noch fünf Mal in Weg ins Tor. Dabei stand Vanessa Sichmund im TSV-Tor ihrer Gegenüber in Nichts nach steuerte und einige Paraden, darunter einen gehaltenden Strafwurf, bei. Beim 19:28 erklang die Schlusssirene. Das Ergebnis spiegelt den Spielverlauf dennoch nicht wider und fällt einige Tore zu hoch aus.

TSV Niederndodeleben: Sabine Meier, Vanessa Sichmund - Anja Schröder (4/2), Jasmin Maue (2), Ina Bruckbauer (5), Veronika Bange (7/1), Anika Wilke, Tina Matthei, Daniela Schottstedt, Sabrina Thomas, Anika Wilke, Alina Wollborn, Josephin Klöppel (1).

Strafwürfe: TSV 8/3, Markranstädt 5/4. Zeitstrafen: TSV 4, Markranstädt 2. Schiedsrichter: Sascha Stefan König / Tommy Pfefferkorn (HV Thüringen).