Mit dem Großtischgedaddel hat der Wolmirstedter Tischtennisclub (TTC) einer Abwandlung des klassischen Tischtennis die verdiente Aufmerksamkeit zukommen lassen und damit im Landesverband Sachsen-Anhalt ein einmaliges Event etabliert.

Wolmirstedt l Denn in der zweiten Auflage des Turniers hat sich das Niveau unter allen Teilnehmern insgesamt erhöht, vor allem aber angeglichen. Neben der größeren Teilnehmerzahl waren deshalb hauptsächlich die knappen Satzergebnisse von 21:17 und Co. dafür verantwortlich, dass der ursprüngliche Zeitplan nicht gehalten werden konnte.

Dem Spaß an der Sache tat dies jedoch keinerlei Abbruch, denn für die meisten Turnierverrückten war der Tag ohnehin für das große Gedaddel eingeplant worden. Spielerisch setzte sich am Ende Sascha Julius aus Jena durch, der im Finale den Bernburger Dennis Kirschner mit 21:12 deutlich auf Distanz hielt. Die Plätze drei gingen an den Wolmirstedter Frank Brauer und den Stendaler Matthias Giesecke, die die Lokalmatadoren und Eventinitiatoren Marcus Wolff jnr. und Marc Kujath mit hauchdünnen Satzvorsprüngen erneut am Einzug in die Endkämpfe und am Mitmischen um die Turniertrophäen hinderten. Beide hatten sich aufgrund des nicht zu unterschätzenden Heim- und Trainingsvorteils berechtigte Hoffnungen darauf gemacht.

Lucky Loser liefern sich harten Kampf in der Trostrunde

Zuvor hatten sich aber auch die Lucky-Loser in der Trost-runde einen harten Fight geliefert, immerhin gab es auch hier kleine Präsente und Pokale zu gewinnen. Daniel Stephan (HSV Medizin Magdeburg) hatte hier die Nase vorn. Er bezwang im Finale Chris Nietsche (Serum Bernburg). Dritte wurden die Wolmirstedter Nick Schletterer und Frank Ohrstedt.

Dass es die Besten ihrer Zunft am Ende jeweils verdient hatten, zeigt auch der Blick auf die Doppelergebnisse. Die Paarungen, bei denen sich die Trostrundenteilnehmer (Plätze vier bis sechs der Vorrunde) ihre -dem Ergebnis nach- stärkeren Partner (Platzierungen eins bis drei) zogen, fanden den Sieger in Luisa Windirsch/Sascha Julius (TTC Staßfurt/SV Schott Jena). Zweite wurden Daniel Stephan/Markus Schäfer (HSV Medizin Magdeburg/MSV Hettstedt) und dritte jeweils Matthias Giesecke/Michael Weiß (Lok Stendal/Magdeburg Diesdorf) bzw. Michael Rückriem/Alissa Zeitz (Post TSV Halle/Serum Bernburg).

Der Rahmen bildete die gewohnte und geschätzte Gastfreundlichkeit der Wolmirstedter Sportfreunde des TTC. Eine Reihe Freiwilliger, u.a. Eltern und Spielerfrauen, tat einmal mehr ihr Übriges und steuerte eifrig Salate, Kuchen und Bouletten für das kleine aber feine gastronomische Angebot bei. Die "üblichen Verdächtigen" organisierten den nötigen Rest und machten den potentiellen Erfolg hingegen mit allerlei Pokalen und Preisen schmackhaft. Den Anwesenden zumindest hat das Event jede Menge Spaß bereitet, das zeigten die zahlreichen herzlichen Verabschiedungen auf ein "unbedingtes Wiedersehen".