Sachsen-Anhalt-Ligist HSV Haldensleben hat beim HV Rot-Weiß Staßfurt II nach schwacher Leistung 28:34 (17:19) verloren und ist auf Tabellenplatz zehn abgerutscht.

Haldensleben l Schon vergangene Woche, beim 24:23-Sieg gegen den Tabellenletzten der Handball-Sachsen-Anhalt-Liga, Wittenberg, war die Darbietung des HSV Haldensleben grenzwertig. Immerhin endete sie mit einem Sieg. In Staßfurt schafften es die Schützlinge von Trainer Grzegorz Subocz, diesen miesen Auftritt noch zu toppen. Dem Tabellenvorletzten überließen die Haldensleber großzügig beide Punkte und können sich so nicht vom Tabellenende lösen.

Dem personellen Notstand wurde mit Unterstützung aus der zweiten Vertretung begegnet. Phillipp Scholkmann und Johannes Wellmann gehörten zum Aufgebot. Auch Carsten Fister biss trotz seiner Bänderverletzung auf die Zähne.

Zu Beginn sah es durchaus vielversprechend aus. Der Staßfurter Anfangsführung wurde Paroli geboten und nach acht Minuten führten die Gäste 7:4. Ein 4:0-Lauf der Gastgeber, bedingt durch technische Fehler und Fehlversuche, machte diese gute Startphase zunichte. Ein 7:8-Rückstand war die Folge und veranlasste Grzegorz Subocz, eine Auszeit zu nehmen. Diese zeigte ein wenig Wirkung. Die Deckung agierte marginal besser, war aber im gesamten Spiel zu passiv. Trotzdem ging der HSV wieder in Führung. Nach 17 Minuten stand es 12:10 für die Gäste. Doch Staßfurt ließ jetzt nicht mehr locker. Beim Stande von 17:17, eine Minute vor dem Halbzeitpfiff, verwarf der HSV seinen ersten Siebenmeter. Die Gastgeber kassierten eine Zeitstrafe und gingen trotzdem 18:17 in Front. Per Konter setzten sie sogar vor dem Wechsel noch einen drauf. 19:17 lautete der Halbzeitstand und eigentlich wusste Niemand so recht, wie der Tabellenvorletzte dazu gekommen war. Spielerisch war das Gebotene eher einfach strukturiert.

Spätestens jedoch in Abschnitt zwei verdienten sich die Rot-Weißen auch die Führung. Während der HSV zunehmend mit sich selber beschäftigt war und viel zu pomadig daher kam, nutzte Staßfurt die Gästefehler und agierte als Mannschaft. Der gelang gewiss auch nicht alles, aber für den HSV Haldensleben reichte es an diesem Tag.

Nach 45 Minuten war beim 23:22 immer noch alles drin für die Gäste, aber die Wurfversuche waren eher als Beleidigung für den einheimischen Torhüter zu verstehen. So sind Spiele nicht zu gewinnen. Staßfurt bedankte sich artig, zog auf 26:22 davon und nutzte weiter die Haldensleber Fehler aus. HSV-Trainer Grzegorz Subocz verzweifelte an der Seitenlinie, weil eben nicht das umgesetzt wurde, was besprochen worden war.

HSV Haldensleben: Domann, Siegmund - Möritz (5), Straßburger (3), Scholkmann, Fuhrmann (3), Kruse (6/1), Wellmann, Krüger (9/3), Hilliger, Mucheyer, Fister (2)

Siebenmeter: Haldensleben 6/4, Staßfurt 3/2. Zeitstrafen: HSV 4/einmal Rot, Staßfurt 5

Spielfilm: 1:0, 3:2, 3:6, 7:7, 9:9, 10:12, 13:15, 15:15, 17:17, 19:17 - 20:17, 20:19, 22:19, 23:20, 23:22, 26:22, 28:24, 30:27, 33:27, 34:28