Velsdorf (mbä) l Im Kreispokalspiel zwischen der SG Velsdorf/Mannhausen und dem ISV Haldensleben trennten sich beide mit 5:1 (3:1).

Beide Teams gingen in die Partie mit großen Besetzungsproblemen, fehlten doch auf beiden Seiten erfahrene Stammspieler. Somit mussten auf beiden Seiten eine Reihe von Spielern aus den Zweiten Mannschaften aushelfen. Trotzdem war die Spannung zunächst groß, bei der Heimmannschaft überwog der Respekt vor der Kreisoberligamannschaft. Entsprechend vorsichtig begann der Gastgeber sein Spiel - doch nach wenigen Minuten der erste Aufreger:

Einen Angriff des ISV winkte der Linienrichter infolge einer Abseitsstellung ab, Schiedsrichter Daniel Schlüter aber ignorierte seinen Assistenten und ließ das Spiel weiterlaufen. Der Velsdorfer Christian Huhn spielte aber den Ball in der Überzeugung der Gültigkeit der Abseitsstellung mit der Hand - Elfmeter. Klockenmeier verwandelte sicher, für Velsdorf ein unglücklicher Gegentreffer, kurios und mit Seltenheitswert. Aber von Resignation war bei Velsdorf wenig zu spüren. Den Haldenslebern gelang es nicht, entscheidende Akzente zu setzen. Im Spiel des Gastes gab es viele Unstimmigkeiten.

Velsdorf wurde dagegen immer sicherer und konnte nun auch einige gute Akzente setzen und das Spiel nach vorn forcieren. Nach 23 Minuten war es Oliver Oelze, dem per Kopf der Ausgleich gelang. Das brachte Selbstvertrauen, so dass weitere gute Angriffe folgten, während die Gefährlichkeit der Gäste im Angriff zu sporadisch blieb. Danach verwandelte Thomas May einen Foulelfmeter, das Spiel war gedreht. Die Gäste antworteten vehement, die effektiveren Spielzüge hatte aber in dieser Phase der Gastgeber. Es entwickelte sich ein interessantes Pokalspiel mit einem permanenten Schlagabtausch. Christian Huhn spielte dann Max Schrenk frei, der den Ball schließlich knapp über die Linie bugsierte. Velsdorf hatte sich gefangen und kontrollierte das Spiel mit dem Zweitore-Vorsprung im Rücken.

Nach der Pause ein engagierter ISV, der mehr Kontrolle in sein Mittelfeldspiel brachte und sich so eine Reihe von Torchancen erarbeitete. Allerdings versagten den Angreifern der Gäste die Nerven, die Bälle gingen am Tor vorbei. SGVM-Torhüter Danny Fahrenholz aus der zweiten Mannschaft hielt sicher, Marko Ließfeld und Hannes Schröder in der Innenverteidigung gaben der Abwehr Sicherheit. Der Gastgeber blieb nur über die schnellen Konter gefährlich. Lange blieb es ein erbitterter Kampf - dennoch mit viel Fairness. Schließlich gelang dann Olli Oelze doch ein tödlicher Pass auf den gestarteten Steven Troyke, der sicher vollsteckte und 15 Minuten vor Schluss die Entscheidung herbeiführte.

Haldensleben steckte nun zurück, der Glaube an den Sieg schwand. So setzte dann Max Schrenk mit einem Solo durch die Abwehr und einem satten Flachschuss den Schlusspunkt zum 5:1. Die Freude der Velsdorfer über den so nicht erwarteten Sieg war groß, war es doch das Resultat einer geschlossenen Mannschaftsleistung.

SG Velsdorf/Mannhausen: Fahrenholz - Staats, Oelze, May (85. Dibba), Rostkovius (87. Berger), Ließfeld, Schröder, S. Dreyer, Schrenk, Huhn (79. M. Dreyer), Troyke.

ISV Haldensleben: Schröder - Ulrich, Püschel (46. Michaelis), Gandert, Klockenmeier, Tiedge, Wagner, Neubauer, Bröckel, Gruhn, Camara.

Torfolge: 0:1 Klockenmeier (4.), 1:1 Oelze (23.), 2:1 May (28.), 3:1 Schrenk (37.), 4:1 Troyke (76.), 5:1 Schrenk (81.).