Haldensleben (hba). Die Hallen-Landesmeisterschaften und Landesmeisterschaften im Winterwurf der Schülerinnen und Schüler B (zwölf und 13 Jahre) haben mit Beteiligung einer Leichtathletik-Delegation des Haldensleber SC in Magdeburg stattgefunden.

Geprägt waren diese Titelkämpfe von zumeist großen Teilnehmerfeldern, die sich trotz anspruchsvoller Zulassungsnormen Leichtathletik- Halle des Olympiastützpunktes und den Wurfanlagen des Stadion Magdeburg abspielten.

Die Gruppe des Haldensleber SC stellte sich der Konkurrenz mit geteilten Aufgaben. Während es für die zwölfjährigen Teilnehmer um das Sammeln wertvoller Erfahrungen bei einer Landesmeisterschaft ging, hatten die 13-jährigen Mädchen und Jungen durchaus Ambitionen sich im Vorderfeld einzuordnen. Um es vornweg zu nehmen, im wesentlichen blieb es am Ende auch bei dieser Konstellation. In der AK 12 wusste allein Leonie Gerike zu überzeugen. Sie lieferte ein prima Rennen über 800 m ab und kam am Ende in neuer Bestzeit von 2:44,22 Min. als unerwartete Fünfte in das Ziel. Alle anderen blieben unter ihren eigenen Erwartungen und nehmen so sicher wertvolle Erkenntnisse mit. Einzig bei den Staffelläufen riefen die Mädchen ihr wirkliches Leistungsvermögen ab. Viel Licht gab es in der AK 13. Bei den Würfen dominierten Paula Thielecke und Norman Plischke die Konkurrenz. In allen Wettbewerben lieferten die beiden neue Bestwerte ab. So gewann Paula mit 26,32 m das Diskuswerfen deutlich. Beim Titelgewinn im Speerwurf (34,54 m) hatte sie gar über neun Meter Vorsprung. Toll zeigt sich auch die Entwicklung von Norman Plischke, der sich inzwischen zum "Ausnahmekönner" in seiner Altersklasse entwickelt. Sowohl mit dem Diskus (37,31 m) als auch mit dem Speer mit tollen 50,76 m gewann er mit acht beziehungsweise mit über zehn Metern Vorsprung vor dem Zweitplatzierten. Allein beim Kugelstoßen musste er seinem Dauerkonkurrenten Janus Kuhn vom SC Magdeburg trotz neuer Bestleistung den Vorrang lassen und gewann Silber.

Bei den 13-jährigen Jungen hat erneut auch Tim Schäper gezeigt, dass er im Land zu den Besten gehört. Nach Silber über 60 m sicherte er sich mit Bestweite von 4,98 m auch den Vizemeistertitel im Weitsprung. Zwei sehr weite Sätze, die knapp ungültig waren, haben gezeigt, dass die fünf Meter kein Hindernis mehr sein sollten. Unzufrieden trotz zweier Bestleistungen zeigte sich Hannah Kloß. Erst seit gut einem halben Jahr im Training hat sich Hannah toll entwickelt. Über 60 m entging sie den Zwischenläufen nur knapp. Beim Weitsprung blieb mit 4,52 m Rang sechs. Sie wird ihren Weg machen. Fortschritte hat auch Anneli Müller nachgewiesen. Nach erheblichen Steigerungen blieben für sie jeweils elfte Plätze über 60 m Hürden und beim Weitsprung. Die beste Staffelplatzierung schafften die Jungen über 4x100 m mit Maximilian Vogel, Sebastian Köhler, Norman Plischke und Tim Schäper. Eine Behinderung, die durch die Kampfrichter nicht geahndet wurde, verhinderte hier einen Podestplatz.