Mehr als ein mageres und torloses Unentschieden beim SV 09 Staßfurt ist den Verbandsliga-Fußballern des Haldensleber SC nicht gelungen. Durch dieses unnötige Remis rutscht der HSC in der Tabelle auf den dritten Platz ab.

Haldensleben. Nach der schmerzlichen 1:2-Heimniederlage vor Wochenfrist im Kreisderby gegen Oschersleben, war man gespannt, ob bei den abstiegsgefährdeten Staßfurtern eine Trotzreaktion folgen würde.

HSC-Trainer Stephan Grabinski hatte sein Team offensiv aufgestellt und der Beginn stimmte verheißungsvoll. Bereits nach vier Minuten lag der Führungstreffer der Haldensleber in der Luft, beim Lattenkopfball von Oliver Grimm fehlten jedoch die berühmten Zentimeter. Die Gastgeber wurden in ihrer Hälfte gebunden und der HSC drängte auf die Führung. Nach gut einer halben Stunde und der Schusschance von Carsten Madaus befreite sich der Gastgeber etwas vom Druck. Nach 38 Minuten standen plötzlich zwei Spieler beim Kopfball völlig frei im Strafraum, nutzten diese Einladung aber zum Glück für den HSC nicht. Im Gegenzug (39.) dann doch ein Tor für den HSC, welches aber zu Recht wegen Abseits nicht gegeben wurde. Mit diesem schmeichelhaften 0:0 für die Staßfurter ging ¿s dann auch in die Halbzeitkabinen.

Mit Beginn der zweiten Hälfte war vom Anfangsdruck des HSC aus Hälfte Eins nicht mehr viel zu sehen und es dauerte bis zu 64. Minute, in der sich der eingewechselte Kreibich das Leder zum Freistoß schnappte und aufs Tor drosch. Keeper Witte ließ den Ball nur abprallen, aber kein Abstauber war zur Stelle. Auch der Gastgeber versuchte es mit einem Freistoß (68.), welcher länger und länger wurde und fast noch im Winkel gelandet wäre. Nach einem Kopfball von Härtl lag auf der Gegenseite Girkes Freistoß (71.) nicht schlecht. Kurios wurde es dann in der 73. Minute, nachdem ein Staßfurter mit einem Rückpass seinen eigenen Torwart zu einer Kopfball-Rettungstat zwang. Der HSC war weiter bemüht, vergaß dabei aber den direkten Torabschluss. Erst nach 75 Minuten wieder mal ein Torschuss (Matthias), welcher aber zu hoch angesetzt war. Fast wäre der Spielverlauf in der 89. Minute auf den Kopf gestellt worden. Nach einem zu kurzen Rückpass von Wehrmeister auf seinen Keeper wäre fast noch ein Staßfurter an den Ball gekommen, doch Habeney klärte vor seinem Strafraum im letzten Moment mit Fuß ins Seitenaus. Die letzte Aktion des Spiels gehörte wieder dem HSC. Wieder hatte Kreibich einen Freistoß direkt auf Tor geschossen. Sein abgefälschter Schuss zwang Torwart Witte zu einer letzten Glanzparade und der hielt somit für seine Mannen diesen einen Punkt fest.

Haldensleber SC: Habeney - Probst, Madaus, Zöger, Wehrmeister, Girke, Zander (62. Kreibich), Matthias, Stallmann (83. Liebold), Hering (73. Prosovsky), Grimm.

Tore: Fehlanzeige.

Zuschauer: 134. Schiedsrichter: Sven Schweinefuß (Rieder).