Fußball-Verbandsligist Haldensleber SC hat mit dem Naumburger SV kein Mitleid gehabt. Mit 6:0 (3:0) Toren geschlagen, müssen die Naumburger die bittere Pille des Abstiegs schlucken.

Haldensleben. Man hatte über die gesamte Spielzeit nicht den Eindruck, als wollten die Domstädter ihre letzte Chance auf den Klassenerhalt wahren. Für den HSC war es nach lange Durststrecke mal wieder ein "Dreier", und bei der Vielzahl der vergebenen Möglichkeiten waren die Gäste mit der Höhe des Resultats noch gut bedient. Starke fünf Minuten in der ersten Hälfte reichten für den beruhigenden Pausenvorsprung (Girke, Matthias/2), um durch Grimm und "Joker" Liebold, der nach seiner Einwechslung mit einem Doppelpack seine ersten Punktspiel-Tore für den HSC erzielte, das Ergebnis deutlicher zu machen.

Das herrliche Sommerwetter lockte wieder nur wenige Zuschauer ins Waldstadion, wo der Gastgeber gleich wie die Feuerwehr begann. Zander traf nach 50 Sekunden den Querbalken und setzte seinen Kopfball nach dem Eckstoß knapp darüber. Die Gelb-Schwarzen profitierten anschließend (6.) von einem Fehlabspiel im Mittelfeld, brachten das Leder schnell auf ihren Stürmer A. Reinicke, der nur durch die Latten-Unterkante am Torerfolg gehindert wurde. Der HSC antwortete mit einem Freistoß von Matthias, den Kapitän C. Madaus mit einem Hechtflug-Kopfball nicht unterbringen konnte (9.). Brenzlig wurde es noch einmal auf der Gegenseite bei einem Überzahl-Angriff von Naumburg. Zuerst parierte Özcelik, dann rettete Zöger gegen den Nachschuss (14.). 20 Minuten waren vergangen, als Grimm sich auf der rechten Außenbahn mit Ball am Fuß Platz verschafft hatte. Der eingesetzte Matthias scheiterte aber an Bauer im Kasten des NSV. Wieder war es Matthias (28.), der freistehend neben den Kasten zielte. Fünf Minuten darauf war die "Burg" sturmreif geschossen. Nahe der Mittellinie setzte der nach seiner Gelbsperre motivierte Girke zu einem Sololauf an, umkurvte das halbe Gästeteam und hatte anschließend die Ruhe für das 1:0 (32.). Kurz darauf gab es Tempofußball vom Feinsten. Ein unwiderstehlicher Antritt von Probst über rechts, Flanke auf Matthias, der für das zweite Tor nur die Innenseite brauchte (36.). Da diesmal der Wieder-Anstoß nicht so lange dauerte, bereitete Zander - ebenso über rechts - den nächsten Treffer von Matthias ähnlich vor. Technisch wertvoll ließ der vorher noch den Keeper ins Leere laufen (38.).

Mit dem Hattrick von Matthias war es damit nichts geworden, doch einen Scorer-Punkt verdiente er sich noch nach dem Seitenwechsel. Auch über die rechte Angriffsseite vorgetragen passte seine Eingabe diesmal Grimm (52.), der für die Resultatsverbesserung sorgte. Dann erzielte der aus Bernburg gekommene Stürmer Liebold durch die Hosenträger von Bauer den fünften HSC-Treffer (68.). Als Vorbereiter betätigte sich kurz danach noch Akkermann mit seinem Eckstoß, den Liebold per Kopf im Netz versenkte (71.). Mit dieser Leistung hat sich die Mannschaft mehr Fans am nächsten Wochenende verdient.

Haldensleber SC: Özcelik - Ch. Madaus (55. Pientak), Probst, Zöger, Hahn, Burgdorf, C. Madaus, Girke, Zander, Matthias (66. Liebold), Grimm (66. Akkermann).

Tore: 1:0 Girke (32.), 2:0, 3:0 Matthias (36., 37.), 4:0 Grimm (52.), 5:0, 6:0 Liebold (68., 71.) GR: Pastuschek (83.).

Schiedsrichter: S. Schweinefuß (Rieder). Zuschauer: 65.