Zerbst (tza) l Traditionell verabschiedeten die Kegler des SKV Rot-Weiß Zerbst zwischen den Feiertagen mit ihrem "Weihnachtskegeln" gemeinsam das Jahr. Neben zwölf Kindern, die am frühen Nachmittag ihre Kräfte maßen, waren später fünf Frauen und 19 Männer am Start. Es ging um die heiß begehrten Titel des "SKV-Weihnachtsmannes" und der "SKV-Weihnachtsfrau".

Die Kids zeigten, was sie in den vergangenen Monaten schon alles gelernt hatten. Bei den "Kleinen" gewann Michelle Dolch mit guten 111 Kegeln. Bei den "Großen" siegte Jennifer Bache (159) knapp vor Nils-Julian Borchert (155). Neben den kleinen Preisen, die für alle Kinder zur Verfügung standen, gab es zum Abschluss ein leckeres Mahl aus Pommes und Nuggets.

Die Erwachsenen nahmen den Wettkampf um die begehrten "Mützen" mehr oder weniger ernst. Trotzdem gab es recht ordentlichen Kegelsport zu sehen. Über die ungewohnt kurze Distanz von nur 40 Wurf, je 20 in die Vollen und im Abräumen, wurden teils sehr ansprechende Ergebnisse erzielt.

Bei den Damen musste erstmals ein Stechen über den Titel der "SKV-Weihnachtsfrau" entscheiden. Hier setzte sich die Titelverteidigerin Ramona Dolch in den drei Entscheidungswürfen knapp mit 14:12 Kegeln gegen Karin Leps durch. Beide hatten im regulären Wettkampf Silke Sinke mit 166 Kegeln gerade um ein einziges Holz bezwungen.

Bei den Herren gab es die besten Ergebnisse schon ziemlich zu Beginn zu sehen. Stefan Heckert legte mit 191 Kegeln ein "mächtiges Pfund" vor, an dem sich lange Zeit alle Akteure die Zähne ausbissen.

Dann zeigte jedoch Sven Palmroth, dass er nach seiner langwierigen Verletzung wieder in Form gekommen ist. Mit 195 Kegeln zauberte er einen neuen Bestwert auf die Bahn und holte sich so nach zweijähriger Pause "seinen" Titel zurück. Da hatte auch der Titelverteidiger Manfred Kueßner (183, 5.) keine Chance.

Vor der Siegerehrung bedankte sich SKV-Präsident Lothar Müller nicht nur bei den Sponsoren, die für zahlreiche Preise und das spätere Essen gesorgt hatten. "Unser Verein hat in diesem Jahr so vieles erreicht, was kaum noch zu toppen ist. Aber der sportliche Erfolg ist nur eins. Der Zusammenhalt untereinander ist mindestens genauso wichtig. Wenn wir weiter alle so an einem Strang ziehen, wird unsere Erfolgsgeschichte noch lange weiter gehen."

Er wünschte allen Vereinsmitgliedern ein gesundes und erfolgreiches Jahr 2014 und eröffnete dann den gemütlichen Teil des Abends bei vielen Geschichten und Fachsimpeleien.