Die diesjährigen Pokalfinals des Kreiskeglerbundes Anhalt-Bitterfeld dominierten mit dem SV Eintracht Gommern und dem TuS Leitzkau zwei dem ABI-Verband angeschlossene Teams aus dem Jerichower Land. Während das Damenfinale mit 6:2 für Gommern endete, siegten bei den Herren zum vierten Mal in Folge die Leitzkauer "Wölfe".

Sandersdorf/Dessau l Für die größte Überraschung des gesamten Wettbewerbs sorgten die Gommeraner Frauen im Halbfinale. Der LandesklasseSpitzenreiter besiegte auf den neutralen Sandersdorfer Bahnen den zwei Klassen höher eingestuften Verbandsligisten KSV Concordia Bitterfeld mit 5:3 (2933:2902).

Im Finale tags darauf wiederholten die Eintracht-Damen dieses Kunststück und bezwangen den Landesligavertreter TuS Leitzkau mit 6:2 (2906:2856). Ausschlaggebend war das Topduell des Tages, welches die Tagesbeste Uta Seering (560) bereits im Startblock gegen die gut aufspielende Denise Pietschner (506) gewinnen konnte.

Auch im mittleren Abschnitt hatte Gommern durch Sophia Zeidler (516) ein 500er Resultat zu bieten. In der Schlussphase holte Leitzkau vor allem durch Kathleen Benndorf (532) fast 100 Kegel auf, zur Wende reichte es aber nicht mehr ganz. Für den zweiten Leitzkauer Mannschaftspunkt hatte zuvor Sabine Haberland (492) gesorgt.

Nach der Siegerehrung ging es für die Fans beider Klubs von Sandersdorf nach Dessau, wo auf den Stahlbau-Bahnen das Herrenfinale stattfand. Auch hier hieß das Endspiel Leitzkau gegen Gommern, weil beide Teams am Sonnabend ihre Semifinals gewonnen hatten. Gommern hatte sich gegen Drosa 5:3 (3192:3154) durchgesetzt, für Leitzkau war die Aufgabe beim 5:3 (3234:3214) gegen Union Sandersdorf etwas schwerer.

Die Sandersdorfer haben sich mit vier Spielern vom Zweitligisten Brehna verstärkt und streben in dieser Saison den Verbandsliga-Aufstieg an. TuS erwartete deshalb ein enges Spiel, welches zumindest in der Schlussphase auch eintrat. Zu Beginn hatten René Geißler (535) und Ralph Stiebert (559) für eine 2:0-Führung gesorgt.

Sandersdorf glich aber umgehend aus. Da die "Wölfe" über die gesamte Partie in der Kegelwertung in Führung lagen, brauchten sie nur noch einen weiteren Punkt. Den sicherte André Fischer (552) nervenstark gegen den mit Neunerserien abschließenden Steven Sasse (548).

Vor dem Finale forderte Geißler eine Leistungssteigerung, um gegen die Eintracht nicht erneut in Bedrängnis zu kommen. Dies setzte der Mannschaftsleiter auch gleich selbst um und erkegelte mit 561 Holz ein Spitzenergebnis. Trotzdem musste er sich dem großartig aufspielenden Jugendspieler Dustin Busse (552) mit 1:3 Sätzen geschlagen geben. Gleichzeitig sorgte Stiebert (557) mit einem souveränen 4:0-Erfolg über Martin Hukauf (516) für den Ausgleich und eine deutliche Leitzkauer Holzführung.

Auch im zweiten Durchgang teilten sich beide Mannschaften die Punkte. Bernd Steack besiegte das TuS-Duo Michael Dreßler/Andy Neumann bei 2:2 Sätzen mit 541:520 Kegeln. Den Zähler für Leitzkau holte in einem ungleichen Duell Marcus Gerdau mit 4:0 gegen Andreas Arndt (504). Gerdau zeigte sich trotz gesundheitlicher Probleme gegenüber dem Vortag stark verbessert und erzielte mit 590 Kegeln den Bestwert des Wochenendes.

Aufgrund des jetzt dreistelligen Kegelvorsprungs stand der Sieger nun praktisch fest, trotzdem ließen es sich die restlichen Protagonisten nicht nehmen, ihre Fanlager zu weiteren Jubelgesängen zu animieren. André Fischer (578) besiegte durch seinen Spitzenwert Thomas Zander (526) mit 2,5:1,5 und auch Harald Schreiter (527) sorgte mit dem letzten Wurf für den Sieg wegen der mehr erzielten Kegel bei 2:2 Sätzen über Udo Wrubel (520).

Am Ende stand ein 6:2 (3333:3159)-Erfolg mit neuem Bahnrekord für die Leitzkauer "Wölfe" an der Anzeigetafel. Aber auch Gommerns Kapitän Sören Schulze zeigte sich nach dem Spiel mit der KreispokalSaison zufrieden: "Wir hätten uns heute zwar ein paar Holz mehr erhofft, waren aber in allen Spielen recht überzeugend. Insgesamt geht der Sieg verdient an Leitzkau. Vielleicht sehen wir uns ja im Landespokalfinale wieder."

Beide Finalisten haben sich für den Landespokal qualifiziert, der mit den Achtelfinals am 1. Februar beginnt.

Für die "Wölfe" beginnt nun wieder der Liga-Alltag. Im drittletzten Heimspiel der Saison will TuS am Sonnabend um 13 Uhr gegen die BuSG Aufbau Eisleben die Tabellenführung in der Verbandsliga weiter ausbauen.

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