Am vergangenen Sonntag musste die D-Jugend des HSV 2000 Zerbst beim Staffel-Favoriten und ungeschlagenen Tabellenführer der Handball-Anhaltliga, bei der SG Kühnau, antreten und kehrte mit einem 26:19 (13:10)-Sieg heim.

Von Axel Zielesniak

Dessau l Zum ersten Mal in dieser Saison hatte das Trainerteam alle Spieler an Bord. Nach vier Monaten Verletzungspause war Kay Winter erstmals mit dabei. Auch Michel Lewin konnte nach seinem Schlüsselbeinbruch ebenfalls wieder mit eingreifen.

In der Kabine wurde noch einmal an das Köthen-Spiel erinnert. Mit derselben Einstellung wollte der HSV von Anfang an auch gegen Kühnau ans Werk gehen, so die Vorstellung der Trainer.

Der HSV konnte die Vorgaben der Trainer mit dem Anpfiff umsetzen und schockte damit den Gegner. In der Abwehr wurde konsequent zugefasst und im Angriff zeigten alle Spieler die nötige Laufbereitschaft und die nötige Konzentration im Abschluss. So stand es schnell 5:0 für Zerbst.

Die Kühnauer Trainer nahmen beim 2:6 eine Auszeit, um den Spielfluss der Zerbster zu unterbinden, was nur bedingt gelang. Zwar wurden die Kühnauer nun besser, glichen zum 10:10 aus, konnten aber nie die Führung übernehmen. Einen großen Anteil daran hatte der Zerbster Torhüter Michael Reis. Mit vielen Paraden und insgesamt drei gehaltenen Siebenmetern war er ein Garant für dieses Ergebnis.

Auffällig war auch, dass Kay Winter mit seiner individuellen Stärke seine Mitspieler so einsetzte, dass diese zu Torerfolgen kamen. In der ersten Halbzeit konnten sich so Kevin Kulot, Eike Alarich und auch Michel Lewin in die Torschützenliste eintragen.

Mit viel Kampf und Willen wurden durch Fynn Zielesniak Strafwürfe und Zeitstrafen herausgeholt. Diese Strafwürfe verwandelte Laurenz Brodowski sicher. Zur Halbzeit stand es dann 13:10 für den HSV.

In der Kabine galt es, keinen Druck aufzubauen. Vielmehr sollten die Kids weiter mit Spaß und Freude in die zweite Halbzeit gehen. Wieder begann der HSV sehr konzentriert und engagiert. Nur einmal wurde es noch einmal knapp, als die Kühnauer auf 16:19 verkürzten.

Doch ein ums andere Mal setzten Winter und Lewin ihre Nebenleute gut ein, so dass Tim Heine, Brodowski und Felix Wuttke Tore erzielen konnten. In der Abwehr zeigte Tim Fröhlich, dass er beherzt zupacken kann und die gesamte Abwehr machte es Reis im Tor leichter, Bälle zu entschärfen.

Somit schaffte der HSV die kleine Sensation und gewann beim Tabellenführer mit 26:19.

Nach dem Schlusspfiff gab es nur noch Freude und auch ein paar Freudentränen. Völlig fertig, aber überglücklich, wurde in der Kabine gefeiert.

Nun gilt es, die Konzentration weiter hochzuhalten und besonders die Einstellung zu erhalten, um auch in den kommenden Spielen erfolgreich zu sein. Denn bereits am 25. Januar geht es nach Wittenberg zum HBC, um dann am 15. Februar um 12.45 Uhr gegen Wittenberg/Piesteritz in eigener Halle den nächsten Ligakrösus zu ärgern.

HSV 2000 Zerbst: Michael Reis - Eike Alarich (3), Tim Heine (1), Tim Fröhlich, Fynn Zielesniak, Laurenz Brodowski (8/2), Felix Wuttke (4), Michel Lewin (1), Fin Koppensdorf, Kay Winter (3), Robin Braune, Kevin Kulot (5).