Mit einem überraschenden Punktverlust musste sich die zweite Kegel-Mannschaft des SKV Rot-Weiß Zerbst im Heimspiel der 2. Bundesliga Nord-Ost am Wochenende gegen den bisher auswärts punktlosen ESV Roßlau zufrieden geben.

Zerbst (mhe) l Dabei lief es zumindest im Startpaar nach Plan. Robert Heydrich lieferte mit 176 Kegeln eine Weltklasse-Leistung ab. Doch in den folgenden Durchgängen blieb er immer wieder hinter seinen Möglichkeiten zurück und verpasste damit, einen deutlicheren Vorsprung als die 3,5:0,5 Satzpunkte (SP) bei 596:505 Kegeln gegen Andreas Duttenhofer herauszuholen.

Auch der Zerbster Mannschaftskapitän Martin Herold verspielte gegen Frank Pahlisch auf Roßlauer Seite einen höheren Vorsprung. Mit einem nur mittelmäßigen Ergebnis von 565:524 Kegeln und 4:0 SP gewann er sicher seine Partie.

Es läuft nicht viel zusammen

Im Anschluss lief dann für den SKV nicht mehr viel zusammen. Hannes Bräse hatte im ersten Satz Pech und verlor knapp gegen Mathias Pawlyk. In den nächsten Sätzen hatte er kaum eine Chance auf den Punktgewinn, so dass er klar mit 0:4 SP bei 546:586 Kegeln verlor.

Auch Youngster Steffen Heydrich agierte zunächst unglücklich mit einem starken ersten Satz, den er knapp mit 151:155 Kegeln gegen Ron Seidel abgeben musste. Im Schlussspurt musste auch er mit 1:3 SP bei 559:575 Kegeln Kleinbei geben.

Mit 76 Kegeln in der Vorderhand und dem drohenden 4:4 im Rücken gingen nun Alexander Conrad und Stefan Heckert auf die Bahnen.

Dabei konnte Conrad an seine Topleistung aus Auma nicht anknüpfen und geriet gegen Henry Henning schnell in Rückstand. Dem Rückstand hinterherlaufend unterlag er schließlich mit 1:3 SP bei 560:566 Kegeln.

Da auch Heckert gegen Jens Sobeck in den einzelnen Sätzen knapp verlor, rückte auch das Unentschieden in Gefahr. Doch sowohl Heckert als auch Conrad gewannen deutlich ihre Schluss-Bahnen und sicherten einen Punkt. Heckert zog gegen Sobeck mit 1:3 SP bei 563:572 Kegeln den Kürzeren.

"Dieser Punktverlust hat uns wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Wir haben gemerkt, dass wir als junge Mannschaft gerade in den engen und kniffligen Duellen in der Bundesliga noch viel lernen müssen."

Der Zerbster Kapitän Martin Herold.

"Dieser Punktverlust hat uns wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Wir haben gemerkt, dass wir als junge Mannschaft gerade in den engen und kniffligen Duellen in der Bundesliga noch viel lernen müssen", resümierte der Kapitän der Zerbster, Martin Herold.

Mit 3389 Kegeln absolvierte der SKV II sein zweitschlechtestes Heimergebnis nach dem Unentschieden in der Hinrunde in Auma. Nach dem 4:4 gegen Roßlau stehen die Zerbster weiterhin mit einem Punkt vor dem ATSV Freiberg an der Tabellenspitze und haben den Vorteil, den Zweitplatzierten noch auf heimischer Anlage begrüßen zu können.