Gräfenhainichen l Am vergangenen Samstag reiste der HSV 2000 Zerbst nach Gräfenhainichen, um dort zum Spitzenspiel beim Tabellenführer TuS 1947 Radis II anzutreten. Zerbst wollte den Aufwärtstrend aus der vergangenen Woche nutzen und nach der doch deutlichen Niederlage im Hinspiel Revanche nehmen. Die Zuschauer in der Sporthalle Lindenallee sahen packende 60 Minuten, aus welchen die HSV-Sieben leider als Verlierer vom Platz gehen musste.

In der Mannschafts-Sitzung vor dem Spiel wurden die Abwehr-Formationen besprochen und die notwendige Stimmung für ein solches Spitzenspiel geschaffen. Bereits nach fünf Minuten stand ein 4:4 auf der Anzeigetafel, was von dem sehr temporeichen Spiel beider Mannschaften zeugte.

Radis versuchte über seine körperlich überlegene Deckung Bälle zu erobern und im Angriff seine Vorteile aus dem Rückraum zu nutzen. Die gewählte Abwehrformation des HSV verfehlte ihren Zweck nicht und die Heimsieben war gezwungen, jeden Angriff mit viel Aufwand aufzubauen sowie abzuschließen.

Die Zerbster spielten im Angriff ihre verschiedenen Spielzüge und erzielten durch gute Kombinationen sehenswerte Treffer. Es entwickelte sich ein sehr ausgeglichenes Spiel und somit konnte sich keine der beiden Mannschaften entscheidend absetzen. Die Gleichwertigkeit der Beteiligten zeigte sich auch in den Spielständen 10:10, 14:14 und 17:17. Das letzte Tor der ersten Hälfte war der Heimmannschaft vorbehalten und beim Stand von 18:17 wurden die Seiten gewechselt.

In der Pause wurde das Spiel analysiert und festgestellt, dass die Zerbster ihre disziplinierte und geschlossene Leistung erneut 30 Minuten auf das Parkett bringen müssten.

Beide Mannschaften gingen unverändert ins Spiel und der Verlauf war ein Spiegelbild der ersten Hälfte. Es entwickelte sich im weiteren Verlauf ein faires Spiel auf hohem Niveau, welches sich auch in nur einer verhängten Zeitstrafe zeigte. Bis zur 52. Minute konnte keine der beiden Teams das Spiel zu seinen Gunsten entscheiden (26:26).

Leider zeigte sich in der Schlussphase der Partie die bessere Bank der Radiser. Diese wechselten im Rückraum und konnten mit frischen Kräften nochmals Akzente setzen. Die Abschlüsse des HSV waren in dieser Zeit vom Kräfteverschleiß geprägt und er musste dem Gastgeber drei Tore in Folge zugestehen.

Beim 30:27 in der 56. Minute wurde auf der Zerbster Seite nochmal alles versucht, aber leider konnten sie dem Tabellenersten nichts mehr entgegensetzen. Nach 60 umkämpften Spielminuten stand ein 33:29 auf der Anzeigetafel und den HSV-Spielern war eine leichte Enttäuschung an- zusehen.

Trotzdem sollte man den Aufwärtstrend der letzten beiden Spieltage betrachten und auch in Zukunft die neu gewonnene mannschaftliche Geschlossenheit und Disziplin weiter verfolgen.

Zerbst: Geilich, Engler - Rummel , Lewin (11/2), Natho (1), Miotke, Hohmann (8), Tiepelmann (2), Borchers, Krümmling (1), Kieler(2), Hanke und Schwenger (4).