Zerbst (mhe/sza) l Mit der Begegnung des Tabellendritten der Kegel-Bundesliga, dem SKC Nibelungen Lorsch, gegen den Spitzenreiter SKV Rot-Weiß Zerbst steigt am Wochenende das letzte Spitzenspiel der zu Ende gehenden Saison.

Dabei hat der SKV bereits am viertletzten Spieltag die Chance, die neunte Meisterschaft klar zu machen. Da Dauerkonkurrent Victoria Bamberg spielfrei ist, würden die Rot-Weißen mit einem Sieg in Lorsch ihren Vorsprung uneinholbar auf sechs Punkte ausbauen können.

"Unser Ziel ist es, am Wochenende die Meisterschaft perfekt zu machen", fordert SKV-Mannschafts-Leiter Timo Hoffmann von seiner Truppe.

Dass die Gastgeber eine harte Nuss sein werden, zeigt nicht nur der Blick auf die Tabelle. Rein rechnerisch haben die Nibelungen bei einem Sieg gegen den Spitzenreiter selbst noch die Chance, an Bamberg in der Tabelle vorbei zu ziehen.

Zudem konnten die Gastgeber auf eigener Anlage mit Topresultaten überzeugen. Am Vorwochenende zogen sie souverän in das Final Four des DKBC-Pokals ein, nachdem sie Ligakonkurrent Viktoria Fürth mit 6:2 besiegten.

Neben Nationalspieler Thorsten Gutschalk gehören der ehemalige U23-Weltmeister Jochen Steinhauer und Jurek Osinski zu den Leistungsträgern.

Dennoch liegt die Favoritenrolle für Hoffmann klar auf Seiten der Zerbster: "Wir können verlustpunktfrei deutscher Meister werden. Das wäre einmalig. Daher müssen wir wie immer Vollgas geben. Zudem haben wir das Champions League-Finale in zwei Wochen vor der Brust und müssen da unsere gesamte Klasse wieder abrufen", blickt er voraus.

Morgen kann der Kapitän wieder auf Boris Benedik und Uros Stoklas, die beim Pokalwochenende eine Verschnaufpause erhielten, zurückgreifen. Einzig Cosmin Craciun muss nach einer Verletzung passen.