Garitz (hru) l Nach dem Unentschieden in Wörlitz konnte Fußball-Kreisligist SG Dobritz/Garitz im ersten Heimspiel der Rückrunde gleich den ersten Sieg einfahren. Damit ist der erste Teil der Zielstellung erreicht. Auch in den folgenden zwei Heimspielen sollen die Punkte zu Hause bleiben.

"Es muss aber noch einiges verändert werden, um die Zielstellung zu verwirklichen. Zu viele Mängel im Offensivspiel sind noch vorhanden. Auch die Kommunikation untereinander lässt noch zu wünschen übrig", analysierte SG-Trainer Helmut Rudolf, der anfügte: "Am Ende wurde es dank einer besseren zweiten Halbzeit noch ein verdienter 2:0-Sieg."

Die Begegnung begann recht vielversprechend. Bereits der erste Angriff brachte eine Großchance, die aber kläglich vergeben wurde. Das hatte Auswirkung auf das gesamte Spiel der Heimelf. Sie agierte sehr nervös. Die Bindung zwischen den einzelnen Mannschaftsteilen war sehr lückenhaft. Trotzdem sah man einige gute Spielzüge.

Das Spiel bis zum Strafraum war sehr ordentlich, dann wurde aber Robert Heilig immer ziemlich allein gelassen. Auch die vielen Standards brachten nicht den gewünschten Erfolg. Besonders bei den vielen Eckbällen konnten die Größenvorteile durch Heilig und Kees de Vries nicht genutzt werden.

Die harmlosen Gäste standen hinten mit acht Spielern drin, machten die Räume eng und die SG ließ sich zu wenig einfallen und vernachlässigte das Spiel über die Außen. Leider konnte die SG kein Kapital aus der Überlegenheit schlagen.

In der Halbzeitpause wurden die Schwächen umfassend besprochen, was sich positiv auswirkte. Gleich zu Beginn merkte man den Willen, dass es besser werden sollte. Den Lohn gab es dann in der 52. Minute. Endlich wurde schnell im Mittelfeld der Ball laufen gelassen. Durch Jonas Rudolf wurde Heilig freigespielt. Er startete durch, legte den Ball quer zum freistehenden Karl Kuhn, der keine Mühe hatte, zur 1:0-Führung einzuschieben.

Es war eine gelungene und sehenswerte Aktion, die eigentlich mehr Sicherheit bringen sollte. Doch die SG tat sich schwer, weil sie sich auch teilweise im Weg stand, was auch Unmut produzierte. Viele gute Gelegenheiten verpufften. Wenn einmal schnell gespielt wurde, brannte es auch vor dem Tor. Teilweise agierte die Heimelf zu umständlich oder es fehlte das Quentchen Glück.

In der 72. Minute zeigte die Mannschaft endlich, wie es gehen kann, wenn schnell gespielt wird. Über mehrere Stationen gelangte der Ball zu de Vries, der sofort an den startenden Heilig weiter spielte. Diesmal blieb er besonnen und schlenzte den Ball ins Tor zum erlösenden 2:0.

Damit war das Spiel entschieden, denn der Gegner hatte nichts mehr zuzusetzen. Normalerweise hätte noch mehr kommen müssen, aber leider verflachte das Spiel.

"Leider gab es auch noch unschöne Worte untereinander, über die noch zu reden ist. Das führte auch mit dazu, dass im Schlussdrittel vieles nicht mehr so gelaufen ist, wie es hätte laufen können. Es passt nicht zu dieser Mannschaft, die mehr kann, als sie in diesem Spiel zeigte", so der Coach.

SG Dobritz/Garitz: Hinz - Els, Schmidt, Borgsdorf, Friedrich, Kuhn, Fräßdorf, Sohn, Rudolf (70. Edner), de Vries, Heilig.

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