Zwar waren am Ende wieder alle mit dem Ergebnis zufrieden, aber das Zustandekommen offenbarte doch einigen Handlungsbedarf. Die Kegler des SKV Rot-Weiß Zerbst gewannen am Sonnabend in der Bundesliga gegen Peiting überlegen mit 7:1 Mannschaftspunkten (MP) und 3691:3500 Kegeln, waren jedoch mit Blick auf das Champions League-Finalturnier in zwei Wochen nicht gänzlich mit ihrem Auftritt zufrieden.

Zerbst l SKV-Teamchef Timo Hoffmann sprach nach der Partie von einem deutlichen Erfolg, aber auch von einem Auftritt seiner Mannschaft, "die uns in zwei Wochen in Straubing bei Weitem nicht reichen wird, um ernsthaft um den Titel mitzukämpfen".

Erste "Schwächen" offenbarte Torsten Reiser (3:1, 583), dem gegen Udo Bachinger (552) ein nur durchschnittliches Spiel reichte, um seinen MP zu gewinnen. Mathias Weber (3:1, 618) bot gegen Thomas Aigner (580) eine bessere Partie, fühlte sich aber auch "lange Zeit nicht so kraftvoll wie sonst".

Das Zerbster Mittelpaar entschied die Bundesliga-Begegnung endgültig. In den Duellen zwischen Axel Schondelmaier (3:1, 625) gegen Jürgen Tögel (545) und dem Tagesbesten Uros Stoklas (4:0, 640) gegen Ralph Habiger (583) gab es wieder mehr Licht als Schatten zu sehen.

"Wir haben klar gewonnen, aber jeder hat gesehen, dass wir noch viel bis zum Champions League-Finale tun müssen, um dort konkurrenzfähig zu sein."

SKV-Teamchef Timo Hoffmann.

Hoffmann lobte besonders Stok- las: "Uros spult ein super konstantes Spiel ab, trifft immer, auch wenn es manchmal gar nicht so schön aussieht."

Stark zeigte sich auch der Team-Kapitän selbst. Hoffmann (3:1, 637) gab gegen Peter Hitzlberger (620) nur den ersten Satz ab und verpasste mit dem letzten Wurf nur knapp den Tagesbestwert. Thomas Schneider (588, 2:2) verlor gegen Manuel Dukowsky (620) nicht nur seinen MP, sondern auch die Top-Form der Vor- woche.

Nach dem Spiel schaute Hoffmann schnell nach vorn: "Wir haben klar gewonnen, aber jeder hat gesehen, dass wir noch viel bis zum Champions League-Finale tun müssen, um dort konkurrenzfähig zu sein." Er forderte seine Spieler auf, "in den nächsten zwei Wochen im Training und den noch anstehenden Spielen hart zu arbeiten, um die Sicherheit und Genauigkeit wieder zu stärken."

In der Meisterschaft gab es eine kleine Sensation in Bamberg, wo der Vize-Meister Victoria Bamberg gegen den KC Schwabsberg mit 3:5 MP wegen zwei weniger erzielter Kegel verlor.