Zerbst/Nedlitz l Am 21. Spieltag der Fußball-Landesklasse 2 stehen für den Spitzenreiter vom TSV Rot-Weiß Zerbst und den Tabellenachten vom SC Vorfläming Nedlitz unterschiedlich schwere Aufgaben an.

Die Rot-Weißen müssen heute bereits um 12.30 Uhr bei der Landesliga-Reserve des SV Fortuna ran. Ein Team, das mit 27 Punkten auf Rang zehn steht und jeden Punkt braucht, um auch in Zukunft nichts mit dem Abstieg zu tun zu bekommen. In der Vorwoche unterlag die Fortuna in Kleinmühlingen/Zens mit 0:2 und möchte daheim wieder erfolgreich sein.

Genau das wollen die Kicker um Trainer Torsten Marks verhindern. "Wir planen einen Sieg ein", sagte der Coach selbstbewusst. "Ich bin begeistert, wie die Jungs unter der Woche trainiert haben. Sie brennen. Wenn wir das auf den Platz kriegen und an die tolle Leistung der Vorwoche anknüpfen können, stellen wir jeden Gegner vor Probleme."

Marks hat heute bis auf Johannes Tiede (Arbeit) und Sebastian Sens (Urlaub) alle an Deck.

Der Verfolger der Zerbster, der SV Union Heyrothsberge, erwartet heute den Tabellenelften von der SG Gnadau und sollte seine Heimaufgaben erledigen. Die Gnadauer konnten vier Spiele hintereinander nicht gewinnen, haben reagiert und sich mit Michael Rudloff, der zuletzt in Blankenburg und Halberstadt spielte, verstärkt. Er soll der Abwehr sowie dem ganzen Team zu mehr Stabilität verhelfen. Ob er nun die sogenannte "Karre aus dem Dreck" ziehen kann, bleibt abzuwarten.

Die Nedlitzer erwarten heute im Heimspiel den Tabellendritten TuS 1860 Magdeburg-Neustadt und wollen ihre Erfolgsserie fortsetzen. Dabei treffen heute um 15 Uhr das dritt- und viertbeste Rückrunden-Team aufeinander. Ein Duell, das sicher viel Spannung verspricht.

Im Nedlitzer Lager sieht es wie jede Woche personell bedingt mau aus. Scheinbar ist genau dieser Fakt das Erfolgsrezept der Vorfläming-Elf.

Trainer Helmut Friedrich hatte drei schlechte Nachrichten zu verkünden. Oliver Körner war zum MRT. Er hat sich beide Innenbänder gerissen und fällt bis zum Saisonende aus. Auch für Torjäger Marcel Kilz wird dieselbe Diagnose vermutet, doch er muss erst noch zum MRT. Deshalb steht noch nichts fest. Für David Ritze steht der MRT-Termin noch bevor, ehe Näheres prognostiziert werden kann.

"Ich hoffe, dass Daniel Pilatzek heute auflaufen kann", sagte Friedrich, der dann genau elf Leute im Kader hat. Hinzu kommt Youngster Philip Alarich, dessen Vater Roger dieses Mal auch nicht auf der Bank sitzen kann, da er sich verletzt hatte. So wird sich Vereinspräsident Mario Buge ebenfalls als Reserve bereit stehen.

"Wir wollen solange wie möglich die Null halten", so Friedrich zur Taktik. "Gegen den Favoriten wäre ich auch mit einem Remis zufrieden", fügte er an.