Am Samstag landete Fußball-Kreisoberligist FSG Walternienburg/Güterglück einen Befreiungsschlag. Er überraschte den aktuellen Tabellendritten, den Dessauer SV 97, mit einem 2:1 (0:1)-Sieg.

Güterglück (msc/sza) l FSG-Trainer Mario Metzker fehlten Patrick Hinz, Stephan Harbig, Jakob Neumann und Christian Allner. Torhüter Robin Boer konnte auflaufen.

Die FSG begann verhalten. So kam der DSV gleich nach wenigen Minuten zu einer guten Chance, die Boer vereitelte. Danach entwickelte sich ein munteres Spiel mit Chancen auf beiden Seiten. Die erste gute Möglichkeit für die FSG hatte Christopher Jobs mit einem Kopfball, der direkt auf den Keeper ging. Einen Schuss von Kevin Tinaglia wehrte der Torhüter zur Ecke ab.

In der 18. Minute dann das 1:0 für den DSV. Im Mittelfeld ließ die FSG den Gegner kombinieren und Torjäger Zabel erzielte mit einem sehenswerten Treffer sein 21. Saisontor.

Die FSG kam mit einem Kopfball von Mario Fricke zur nächsten Torchance. Eine strittige Szene gab es in der 30. Minute, als Jens Görisch Alexander Lachmann schickte, dieser aber im Strafraum regelwidrig am Torschuss gehindert wurde. Hier hätte Schiedsrichter Andreas Behling (Oranienbaum) auch auf den Punkt zeigen können.

In der zweiten Hälfte war die FSG viel wacher und ließ die Gäste nicht mehr richtig ins Spiel kommen. In der 47. Minute setzte Görisch einen Freistoß an die Latte. Nach guter Kombination über Fricke und René Gramsch hielt der Torwart den Kopfball von Lachmann stark.

Die FSG erspielte sich ein Übergewicht, die Dessauer kamen nur selten zu gefährlichen Kontern. In der 74. Minute dann endlich der längst verdiente Ausgleich. Fricke schickte Marvin Albrecht, der schnell schaltete und den herausstürmenden Torwart überlupfte. Der Ball flog weit, sprang auf und gegen die Latte, genau vor die Füße des mitgelaufenen René Gramsch, der ihn über die Linie drückte.

Die FSG spielte weiter nach vorn und wollte jetzt den Sieg. Görisch hatte den Führungstreffer auf dem Fuß, scheiterte aber am guten Keeper. Ein Gäste-Konter führte zur wohl spielentscheidenden Szene. Einen Schuss lenkte Boer an den Pfosten. Von da aus sprang der Ball die Torlinie entlang. Der Dessauer Zabel und Boer setzten nach und die Kugel landete im Tor. Behling gab den Treffer wegen gefährlichen Spiels am Torwart nicht. Eine Entscheidung, die sicherlich ein wenig glücklich für die FSG war.

Im Gegenzug kam Pascal Lude im Mittelfeld an den Ball und spielte sich durch das gesamte Mittelfeld der Gäste, behielt dann noch den Blick für den mitgelaufenden Jobs, der überlegt zum vielumjubelten 2:1 ins Tor schob (84.).

Die Gäste versuchten danach noch einmal alles, ohne aber richtig gefährlich zu werden. Nach dem Schlusspfiff war der Jubel dann groß.

"Nach dem vielen Pech in den letzten Spielen gegen Mildensee und vor allem den Elfmeter-Entscheidungen in Mosigkau letzte Woche hatten wir dieses Mal das Glück des Tüchtigen auf unserer Seite", sagte Spieler Michael Schulz.

FSG Walternienburg/Güterglück: Boer - Görisch, Engelhardt, Gramsch, Körner, Jobs, Fricke, Tinaglia, Lude, Albrecht (92. Messerschmidt), Lachmann (71. Steinz).