Am kommenden Wochenende steht in der Fußball-Kreisoberliga des KFV Anhalt der 23. Spieltag auf dem Programm, der ebenso wichtige wie interessante Begegnungen parat hält.

Dessau/Zerbst (gar/sza) l Nach den Spielen des vergangenen Wochenendes ist der SV Chemie Rodleben dem Ziel Kreismeistertitel mit dem verbundenen Aufstieg in die Landesklasse ein großes Stück näher gekommen, denn der Vorsprung gegenüber dem ersten aufstiegsberechtigten Team, dem Dessauer SV 97, der auf Rang drei in der Tabelle steht, beträgt immerhin schon 14 Punkte.

An dieser Ausgangsposition sollte sich auch nach den Spielen des bevorstehenden 23. Spieltages kaum etwas ändern können, denn die Chemiker empfangen zum Nachbarschafts-Derby die Reserve des SV Germania Roßlau, die in zweierlei Hinsicht in akuter Abstiegsgefahr steht.

Zum einen steht die eigene erste Mannschaft in der Landesklasse 5 auf einem Abstiegsplatz und zum anderen ist die Germania-Reserve nur zwei Punkte vom letzten Platz in dieser Liga entfernt. Beim Abstieg der Ersten wäre das Reserveteam automatisch der erste Absteiger aus der Kreis-oberliga.

Auf Grund der Ausgangsposition spricht auch Chemie-Coach Frank Jaenicke davon, dass alles andere als ein Sieg eine große Enttäuschung sein würde. Er weist aber auch da- rauf hin, dass gerade die Derbys gegen die Germania-Reserve stets hart umkämpft waren.

Das Spitzenspiel der Liga steigt morgen in Oranienbaum, wo der Tabellenvierte, die SG Oranienbaum/Wörlitz, den Zweiten, die SG Waldersee/Vockerode, empfängt. Bei einer eventuellen Niederlage würde der Zweitplatzierte mit Sicherheit weiteren wertvollen Boden im Kampf um die Meisterschaft verlieren.

Für die FSG Walternienburg/Güterglück geht die Reise morgen zum Tabellensiebten, zum SV Blau-Rot Coswig. Dort wollen die Kicker um Mario Metzker und Frank Plantikow nach ihrem Heimsieg in der Vorwoche gleich nachlegen.

Auch die FSG Steutz/Leps (Platz 11) muss auswärts ran. Bei der SG Abus Dessau (8.) scheint am Sonntag ein voller Erfolg ebenso möglich zu sein, wenn sie ihr Leistungsvermögen ausschöpfen kann.

In der unteren Tabellenhälfte kommt es in Mosigkau zu einem echten "Kellerderby", denn hier empfängt der Vorletzte der Tabelle, die Reserve des TSV Mosigkau, den Letzten vom BSV Deetz/Lindau. Beide Teams trennt derzeit nur ein Punkt in der Tabelle. Beide kämpfen noch um das blanke Überleben.