Ravensburg (jze). Der SKV Rot-Weiß Zerbst bleibt in der Kegel-Bundesliga das Maß aller Dinge. Beim Rückrundenauftakt ließ der weiterhin verlustpunktfreie Tabellenführer dem ESV Ravensburg auf dessen Anlage nicht den Hauch einer Chance und gewann am Sonnabend nach einer beeindruckenden Mannschaftsleistung verdient mit 7:1 (3689:3478).

Mit einer gehörigen Portion Respekt waren die Zerbster in Oberschwaben angetreten, doch von Beginn an diktierten die Rot-Weißen das Geschehen. Jürgen Zeitler übte von der ersten Kugel an Druck auf Mannschafts-Weltmeister Darko Lotina aus und lag nach gutem Start und zwei überragenden Mittelbahnen uneinholbar mit 3:0 in Front. Erst auf der Schlussbahn kam der Ravensburger auf und verkürzte auf 1:3 (581:632).

Der ehemalige Ravensburger Torsten Reiser kam etwas schleppender in die Partie, steigerte sich aber in der zweiten Hälfte und überzeugte beim 3:1-Erfolg über Nationalmannschafts-Kollege Reiner Buschow (617:570). Marcus Gerdau erwischte ebenfalls einen holprigen Start und geriet gegen Herbert Fäßler kurzzeitig unter Druck. Nach zwei starken Mittelbahnen war die Partie aber für den Zerbster vorentschieden. Fäßlers Endspurt kam zu spät und so sicherte sich Gerdau mit 2:2 (608:600) den Punkt.

Die Partie war nach dem Starttrio bereits nahezu entschieden, zumal das Schlusstrio der Zerbster dort anknüpfte, wo seine Mann- schaftskollegen aufgehört hatten. Cosmin Craciun dominierte sein Duell gegen Goran Zivkovic nach Belieben und durfte sich über ein klares 4:0 (627:564) freuen. Axel Schondelmaier stand ihm kaum nach und hatte Heiko Funk ebenfalls frühzeitig im Griff. Erst auf der Schlussbahn verspielte er ein noch besseres Resultat, doch mit 3:1 (612:576) wusste er zu gefallen.

Thomas Schneider lieferte sich indes mit Michael Reiter eines der engsten Duelle, die die Saison bisher gesehen hat. Die ersten beiden Bahnen sicherte sich der Ravensburger mit je zwei Kegeln Vorsprung, ehe Schneider mit einer auf den vorletzten Wurf geretteten Bahn zurückkam.

Als nach den Vollen der Schlussbahn alles nach einer Niederlage aussah, wehrte sich Schneider mit drei Neunern am Stück. Reiter behielt jedoch die Nerven und holte mit 3:1 (593:593) den Ehrenpunkt für Ravensburg.