Zerbst l Von Beginn an lief Einiges schief in dem geplanten Testspiel zwischen dem TSV Rot-Weiß Zerbst (Landesklasse) und dem Fußball-Kreisoberligisten TSV Elbe Aken - und es endete in einer Katastrophe. Erst waren keine Schiedsrichter angereist, sodass die Gastgeber diese selbst organisieren mussten, dann begann die Partie auch noch mit 20 Minuten Verspätung. Und zu allem Überfluss wurde Thomas Möhring kurz vor der Pause in einem Zweikampf unabsichtlich aber überaus unglücklich getroffen, sodass er sich das Schien- und Wadenbein brach. "Das versetzte uns und die Zuschauer in einen Schockzustand", beschrieb TSV-Trainer Torsten Marks die Situation. "Es herrschte absolute Stille im Stadion."

Die Begegnung wurde sofort abgebrochen, Möhring ins Krankenhaus eingeliefert und operiert. Gestern hatte ihn der Trainer bereits besucht, "die Operation ist gut verlaufen". Natürlich wird der Mittelfeldakteur und Allrounder nun mindestens ein halbes Jahr ausfallen, hinzu kommt die Zeit in der Reha. "Aber er ist ein starker Mensch. Es wird zwar eine lange Pause, aber er hat sich schon wieder kämpferisch gezeigt."

Für die Zerbster gilt es, dieses Erlebnis zu verarbeiten. Sie müssen sich auf das Eröffnungsspiel in der Landesklasse, Staffel II, am Freitag ab 19 Uhr gegen den Aufsteiger HSV Medizin Magdeburg vorbereiten. Und das scheint dem Team - trotz der jüngsten Vorkommnisse - recht gut zu gelingen. Durch Treffer von Florian Böning und Otto Möbius hatten die Rot-Weißen bereits mit 2:0 geführt. "Auch wenn das jetzt hart klingt, aber wir müssen uns natürlich weiter auf die Saison vorbereiten, werden in der Woche normal trainieren", schaute Marks voraus.