Für die Kreisoberliga-Fußballer des BSV Vorfläming Deetz/Lindau lief die vergangene Serie 2013/14 überhaupt nicht gut. Am Ende waren sie froh, dass sie wegen des Zwangsabstieges des SV Germania Roßlau II den Ligaverbleib sicher hatten. Volksstimme-Sportredakteurin Simone Zander sprach mit dem Trainer des Teams, René Specht, über das Vergangene und die bevorstehende Saison 2014/15..

Herr Specht, Ihr Team landete auf dem letzten Platz. Welches Resümee ziehen Sie?

René Specht: Die Hinrunde war durch die vielen Verletzungen katastrophal. Nach dem dritten Spieltag hatte es uns eiskalt erwischt. Das Pech, das wir in der Hinrunde hatten, konnten wir dann mit viel Glück in der Rückrunde abhaken. Dass eine andere Mannschaft absteigen musste, war sehr glücklich für uns. Sportlich haben wir uns weiterentwickelt. Aber der letzte Platz ist nicht befriedigend.

Sie haben es angedeutet. Die Hinrunde war katastrophal. Ihr Team ist als Schlusslicht aufgeführt. In der Rückrunde belegte Ihre Mannschaft dann einen guten elften Platz. Worauf führen Sie diese enorme Steigerung zurück?

Spielerisch haben sich alle gesteigert, wenn denn alle zum Training gekommen sind. Das Problem, das hat aber glaube ich jede Mannschaft, ist es, dass teilweise nur mit dem halben Kader trainiert werden kann. Da kann man kein vernünftiges Training machen. Denn das gemeinsame Training ist ab dieser Spielklasse das A und O.

Welche Gründe hat es, dass die Trainingsbeteiligung so mau war?

Es hat verschiedene Gründe. Viele sind beruflich verhindert. Bei manchen Spielern ist es aber teils auch eine Einstellungssache. Der überwiegende Teil kann arbeitsbedingt nicht teilnehmen. Bei den restlichen Prozenten fehlte die Einstellung.

Wurde die Saison intern ausgewertet, um die Einstellung zu verbessern?

Wir haben die Saison innerhalb der Mannschaft ausgewertet und die Probleme angesprochen. Durch den Zusammenschluss mit der SG Dobritz/Garitz haben wir mehrere Möglichkeiten. Wir haben schon zweimal trainiert. Es ist immer eine komplette Mannschaft zum Training vor Ort. Und das sieht schon besser aus.

Wie sieht es sonst personell für die neue Serie aus? Es gibt ja einige Abgänge?

Wir haben mit Florian Lehmann, Kevin Nitschke (beide SC Nedlitz - d. Red.) und Karsten Dietrich (Germania Roßlau - d. Red.) drei Abgänge zu verkraften. Sonst bleiben alle hier und durch den Zusammenschluss kommen ja einige Neue hinzu.

Sehen Sie durch den Zusammenschluss zur FSG Vorfläming auch einiges Potenzial für die Kreisoberliga-Mannschaft?

Wir werden aus vier Mannschaften drei formen, die in allen drei Klassen, der Kreisklasse, der Kreisliga und der Kreisoberliga, an den Start gehen werden. Ich habe mir schon während der letzten sechs bis acht Wochen, als der Zusammenschluss schon ins Rollen gekommen ist, ein Bild gemacht. Potenzial ist auf jeden Fall vorhanden. Wenn alle zum Training kommen, wird es schon funktionieren.

Haben Sie sich schon Gedanken zum Saisonziel gemacht?

Ich denke, alles von Platz zehn bis 16 ist möglich. Aber Letzter möchten wir auf keinen Fall noch einmal werden.

Sie haben schon Testspiele bestritten, haben Sie noch weitere vereinbart?

Wir spielen am 8. August noch gegen den Stegelitzer SV. Am 16. August folgt dann schon die erste Runde des Kreispokals.