Zerbst l Da die Zerbsterin die lange Strecke von zehn Kilometern wählte, walkte sie schon einmal los, um pünktlich wieder im Ziel anzukommen. "Ich bin um 17.30 Uhr schon mal losgelaufen", sagte sie. "Die ersten Läufer haben mich dann im Busch überholt."

Als sie dann zirka eine halbe Stunde nach dem letzten Läufer im Ziel eintraf, war ihre Freude riesengroß und nicht zu übersehen. "Ich bin ganz ganz stolz, dass ich es geschafft habe", freute sich die 63-Jährige, die durch ihren Sohn Olaf zum Walking fand. "Mein Sohn läuft mit und ich begleite ihn oft. Um nicht nur daneben zu stehen, habe ich mir das Walking angewöhnt", erzählte sie. Schon zweimal war die rüstige Sportlerin beim Rennsteiglauf am Start.

"Im ersten Jahr habe ich vier Stunden und acht Minuten benötigt. In diesem Jahr habe ich mich sehr gesteigert und war nach 3:35 Stunden im Ziel", berichtete sie stolz.

Ihr Engagement und Bewegungswille wurde übrigens durch einen Zeitungsartikel entfacht. "Ich hatte einen Artikel mit der Überschrift `Turne bis zur Urne` gelesen. Vor allem die Überschrift fand ich toll und so habe ich sie als Motto für mich übernommen."

Um nicht nur allein zu laufen, will sich die Walkerin der Laufgruppe Grün-Weiß 82 Zerbst anschließen. Immer sonntags ist sie schon beim Lauftreff der Gruppe dabei.

Mehr Leute gewinnen

Auch eine Arbeitskollegin konnte sie schon von diesem schönen Sport überzeugen. "Ich möchte mich dann auch bei den Grün-Weißen engagieren, um noch mehr Leute zu gewinnen, denn gemeinsam macht es einfach mehr Spaß", sagte sie zu ihren Zielen.

Neben dem Walking hält sich die "Sport-Omi" auch mit regelmäßigem Radfahren fit. Und ihren nächsten Wettkampf hat sie auch schon fest in ihrem Kalender eingeplant. "Ich werde im Oktober beim Zerbster Rolandlauf starten". Und vielleicht findet sie dann auch schon ein paar Mitstreiter, die mit ihr gemeinsam die Runde durch die Zerbster City drehen.