In der Fußball-Landesklasse 2 steht heute ab 15 Uhr der vierte Spieltag an. Auf die Zerbster und Nedlitzer Kicker warten unterschiedlich schwere Aufgaben.

Nedlitz/Zerbst l Während die Nedlitzer Vorfläming-Kicker ein lösbares Heimspiel vor der Brust haben, müssen die Zerbs- ter vom TSV Rot-Weiß beim Tabellennachbarn antreten

Der SC Nedlitz misst sich nach der Niederlage in der Vorwoche mit dem Aufsteiger Germania Güsen. Die Güsener konnten bisher zwei Punkte einfahren. Dabei ließen sie mit dem 1:1 bei Besiegdas aufhorchen. Auch das torlose Remis gegen Gnadau ist beachtlich.

SC-Trainer Helmut Friedrich hat das natürlich mit Interesse verfolgt und weiß, "dass der Aufsteiger auf keinen Fall unterschätzt werden darf". "Güsen ist ja nicht zum ersten Mal in der Landesklasse vertreten. Ich muss mir schon etwas einfallen lassen, damit wir gegen sie gewinnen können."

Da spielt der Coach gleich auf die personellen Probleme an. Erneut kann sein Team nicht mit der gleichen Aufstellung wie in der Vorwoche spielen. "Gerade die Verteidigung ist unser Manko", sagte er. Denn mit Heiko Juskowiak ist ein wichtiger Abwehrspieler im Urlaub. Daniel Pilatzek hat sich vor der Saison geäußert, nur noch "wenn Not am Mann ist" zur Verfügung zu stehen. Ein Fragezeichen steht hinter den Einsätzen von Philip Alarich und Michael Specht. Beide mussten noch zur Physiotherapie bzw. zum Arzt.

Außerdem fehlen Thomas Sanftenberg (privat) und die Langzeitverletzten Kevin Göritz und Oliver Körner. Dafür ist Hannes Mielchen nach seiner Sperre wieder dabei.

Apropos Physiotherapie. Seit ein paar Wochen arbeiten die Nedlitzer immer donnerstags mit der Physiotherapeutin Linda Hänsel zusammen. "Das bringt wirklich viel, denn die Jungs lernen vor allem, wie sie muskuläre Defizite ausgleichen", lobte der Trainer.

Für heute ist die Zielstellung klar: "Wir kommen nicht drumherum, drei Punkte zu holen", so Friedrich.

Die Rot-Weißen aus Zerbst wollen nach ihrem Heimsieg auch auswärts nachlegen. Trainer Torsten Marks ist aus dem Urlaub zurück. "Ich habe mich natürlich über den Sieg sehr gefreut", meinte er.

Mit dem FC Zukunft wartet der Tabellennachbar auf die Zerbster, der nach einer knappen 1:2-Niederlage in Kleinmühlingen und zwei Siegen (2:1 gegen Fortuna und 4:1 in Neuenhofe) bereits sechs Punkte auf dem Konto hat.

"Zukunft ist ein Gegner, der sich nach dem vergangenen Jahr sehr stabilisiert hat. Da müssen wir höllisch aufpassen", mahnte Marks, der heute neben den Langzeitverletzten Carsten Kosel, Bastian Wiegelmann (Muskelfaserriss Wade) und Manuel Weise (Muskelfaserriss Oberschenkel) auch auf Torben Fischer (Achillessehne) und Max Syring (Arbeit) verzichten muss.

"Zukunft will oben dranbleiben und dieselbe Zielstellung haben wir natürlich auch", so der Dannigkower, der hofft, dass seine Jungs "die Fahrt von der zweiten Halbzeit der Vorwoche mitnehmen können und diese über zwei Halbzeiten bringen können".

"Wichtig wird vor allem sein, wie wir in das Spiel reinkommen. Der Sieg war gut für das Selbstvertrauen. Nun müssen wir noch unser Manko, die mangelnde Chancenverwertung, in den Griff bekommen."