Mit einem Sieg starteten die Spitzenkegler des SKV Rot-Weiß Zerbst am Wochenende in die neue Bundesliga-Saison. Gegen den sächsischen Vertreter TSV 90 Zwickau erkämpften die Mannen von Timo Hoffmann einen klaren 7:1-Sieg bei 3744:3580 Kegeln.

Zerbst l "Für uns war es wichtig, mit einem Sieg gut in die Saison zu starten. Zwickau hat zu Beginn gut mitgehalten und wir durften nicht locker lassen", gab sich Hoffmann erleichtert über den erfolgreichen Ligastart.

Dabei verlief der Beginn alles andere als nach Plan. Torsten Reiser gewann zunächst seinen ersten Satz, geriet anschließend gegen Daniel Grafe stark unter Druck und rettete sich nur durch ein Unentschieden auf der letzten Bahn zu einem äußerst knappen 2,5:1,5-Mannschaftspunkt (MP) bei 606:617 Kegeln.

Parallel hatte Mathias Weber gegen André Giller keine Probleme. Nach einer sicheren 2:0-Führung schaffte er es aber nicht, den Druck hochzuhalten und kam dadurch nur auf ein 2:2 nach Sätzen (615:587).

Im Mittelpaar fiel dann schnell die Vorentscheidung zugunsten der Hausherren. Marcus Gerdau, der in seinem ersten Spiel für den SKV nach seiner Rückkehr fulminant startete, siegte gegen den Neuzwickauer Torsten Scholle nach Satzgleichheit und 618:582 Kegeln. Gleichzeitig hatte auch Uros Stoklas mit Uwe Ruppert, der ebenfalls sein erstes Pflichtspiel für die Sachsen absolvierte, keine Schwierigkeiten. Ohne den großen Glanz entschied er alle vier Sätze für sich und holte mit 628:550 Kegeln den nächsten MP für die Rot-Weißen.

Im Schluss-Durchgang traf Thomas Schneider auf den Zwickauer WM-Teilnehmer und Nationalspieler Lars Pansa. Beide lieferten sich ein Duell auf hohem Niveau, welches Pansa zu seinen Gunsten beenden konnte. Schneider, der sehr ausgeglichen spielte, unterlag nach 1:3 Satzpunkten mit 623:606 Kegeln.

Im Parallelmatch zwischen Boris Benedik und Patrick Hirsch entwickelte sich der Höhepunkt des Tages. In einem ständigen Hin und Her behielt der Zerbster nach 2:2 Sätzen und dem Tagesbestwert von 654:638 Kegeln die Oberhand.

"Wir müssen sicher noch zulegen. Heute war noch nicht alles auf dem Level, welches wir für den Weltpokal brauchen", fasste der Zerbster Kapitän Timo Hoffmann zusammen.

Am kommenden Wochenende müssen die Zerbster bereits beim Dauerkonkurrenten in Bamberg antreten. Da Bamberg am Wochenende überraschend in Lorsch unterlag, kommt es nun bereits zu einem richtungweisenden Match der beiden Spitzenteams.