Zerbst (mhe) l Bereits am zweiten Spieltag der noch neuen Bundesliga-Saison steigt der große Kracher im deutschen Kegelsport. Der neunmalige Deutsche Meister, der SKV Rot-Weiß Zerbst, muss dafür beim Dauerkonkurrenten SKC Victoria Bamberg und damit beim Dauerzweiten der vergangenen Jahre antreten.

Dass die Bamberger am ersten Spieltag eine knappe und bittere Auswärtsniederlage bei Nibelungen Lorsch einstecken mussten, gibt der Partie zusätzliche Brisanz. "Wir müssen mit vollster Konzentration und topfit antreten, wenn wir in Bamberg bestehen wollen. Das ist unsere große Chance, bereits zu diesem frühen Zeitpunkt einen wichtigen Schritt zur Titelverteidigung zu schaffen", blickt der Zerbster Mannschaftsleiter Timo Hoffmann voraus.

Aus diesem Grund ist auch für die Victoria dieses Spiel ein vorentscheidendes Match. Nach dem Abgang der Leistungsträger wie Fabian Seitz sowie Mathias Dirnberger und Norbert Strohmenger wird am Samstag ein in weiten Teilen neues Bamberger Team antreten.

Die Oberfranken konnten sich mit dem dreifachen U18-Weltmeister Dominik Kunze sowie den NachwuchsTalenten Florian Fritzmann und Christian Jelitte verstärken. Zudem feiert der tschechische Nationalspieler Miroslav Jelinek sein Comeback für Bamberg. Hinzukommen sind die altbekannten Größen mit dem rumänischen Spitzenspieler Nicolae Lupo und dem Ur-Bamberger Uwe Wagner.

In der eigenen Mannschaft beschäftigen Timo Hoffmann derzeit noch kleinere Probleme. "Am letzten Wochenende hat man schon gesehen, dass noch nicht alle in Topform sind", erläutert er. Sowohl Torsten Reiser als auch Rückkehrer Marcus Gerdau haben noch nicht zu alter Form gefunden. Auf der anderen Seite sind insbesondere WM-Fahrer Mathias Weber und die beiden Slowenen im Zerbster Trikot Boris Benedik und Uros Stoklas schon wieder auf Weltpokal-Niveau.

Zudem konnte auch Thomas Schneider an sein gewohnt hohes Level anknüpfen. "Ich sehe uns auf einem guten Weg und als Favoriten für das Spiel gegen Bamberg. Die zwei Punkte sind absolute Pflicht", fordert Hoffmann von seiner Truppe.