Mit einer bitteren 3:5-Niederlage nach Mannschaftspunkten (MP) und 3714:3750 Kegeln verpasste der SKV Rot-Weiß Zerbst beim Dauerkonkurrenten um die Deutsche Meisterschaft, SKC Victoria Bamberg, einen vorentscheidenden Sieg zur erneuten Titelverteidigung.

Bamberg l "Wir können den Bambergern heute nur zum Sieg gratulieren. Sie haben mit einem neuen Bahnrekord eine starke Leistung abgeliefert", zeigte sich der Zerbster Mannschaftsleiter Timo Hoffmann anerkennend.

Im Startdurchgang spielten die Hausherren mit den jungen Florian Fritzmann und Manuel Weiß sowie dem erfahrenen Nicolae Lupu fulminant auf. Mathias Weber musste dabei Fritzmann zunächst den ersten Satz überlassen, kämpfte sich dann aber mit gleichmäßigen Bahnen heran. Mit dem Tagesbestwert von 647:612 Kegeln bei Satzgleichheit holte er noch den ersten MP für die Rot-Weißen.

Christian Helmerich unterlag parallel gegen den rumänischen Nationalspieler Lupu knapp in den ersten beiden Sätzen. Im Nachgang schaffte er die Wende nicht mehr und verlor mit 0:4 Satzpunkten (SP) und 607:636 Kegeln.

Im dritten Duell erwischte Marcus Gerdau gegen Weiß einen schwachen Start. Mit dem eingewechselten Torsten Reiser blieb er deutlich hinter dem Bamberger zurück und musste den zweiten MP bei 577:630 Kegeln und 1:3 SP abgeben.

"Zu diesem Zeitpunkt sind wir natürlich immer einem Rückstand hinterher gelaufen. Leider haben wir es nicht mehr geschafft, die Partie nochmal zu drehen", erklärte ein enttäuschter SKV-Teamchef Hoffmann.

Uros Stoklas lieferte sich mit dem U18-Weltmeister Dominik Kunze auf Bamberger Seite ein hochklassiges Duell, welches Stoklas mit einem starken Schluss-Spurt für sich entschied. Mit 640:630 Kegeln bei Satzgleichheit ging der MP an den Zerbster.

Auch Thomas Schneider kämpfte mit dem tschechischen Nationalspieler Miroslav Jelinek auf höchstem Niveau. Nach ebenfalls 2:2 SP holte er mit 634:622 Kegeln weitere wichtige Kegel heraus.

Die alles entscheidende Partie entwickelte sich zwischen Boris Benedik und Uwe Wagner. Da Wagner nicht ins Spiel fand, drehte Benedik zunächst das Match. Doch die Bamberger zogen ihren Joker Julian Hess, der mit 343 Kegeln auf 60 Wurf das Pendel wieder zu Gunsten der Hausherren ausschlagen ließ und mit 620:609 Kegeln bei 2:2 SP gegen Benedik den MP für die Victoria holte.

Für Weltpokal steigern

"Wir haben in Bamberg selbst noch nie über 3700 Kegel getroffen. Daher müssen wir die Niederlage akzeptieren, da Bamberg einfach noch das Stück besser war. Für den Weltpokal müssen wir die zehn Tage jetzt voll nutzen, um uns in die notwendige Form zu bringen", blickte Hoffmann bereits voraus.

Am kommenden Wochenende müssen die Rot-Weißen im Heimspiel gegen die starken Straubinger zunächst die nächsten Heimpunkte gewinnen.

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