Hard (tza) l Der Weg ist weit. Nach einer recht beschwerlichen Anreise und einer emotionalen Ansprache des Teamchefs Timo Hoffmann an seine Mannschaft begann gestern im österreichischen Hard für die Kegler des SKV Rot-Weiß Zerbst der Weltpokal. Im Kampf um die vier Plätze im Halbfinale mussten die ersten zwei Spieler der 14 teilnehmenden nationalen Meister auf die Acht-Bahnen-Anlage direkt am Bodensee.

Hoffmann beschwor seine Jungs vor Spielbeginn noch einmal, auf der sehr fairen, aber nicht leicht zu bespielenden Bahn vom ersten Wurf an hochkonzentriert zu Werke zu gehen.

Der Zerbster Startspieler Mathias Weber begann für den SKV grandios. Er holte auf seiner letzten Bahn den schon über 30 Kegel enteilten Ex-Zerbs- ter Ivan Cech (Podbrezova, 627) fast noch ein und brachte den SKV mit tollen 624 Kegeln vorerst auf Rang zwei.

Im letzten Durchgang des Tages knüpfte Christian Helmerich leider nicht an die Leistung von Weber an. Er fand nie ins Spiel und blieb bei mageren 548 Kegeln hängen. Die Enttäuschung in den Minen der Zerbs- ter war nicht zu verbergen.

36 Kegel Rückstand

Somit liegen sie nach dem ersten Tag nur auf dem fünften Platz. Jedoch ist der Rückstand auf den derzeit Viertplatzierten, Szeged (Ungarn), mit 36 Kegeln nicht uneinholbar.

Bestes Team ist momentan Belgrad vor St. Pölten und Podbrezova. Bester Spieler des Tages war Jan Kotyza (St. Pölten) mit überragenden 672 Kegeln.

Die entscheidenden Würfe für die Teilnahme am Halbfinale morgen in Koblach gibt es heute ab 10 Uhr. Dann müssen die "restlichen" vier Zerbster zeigen, dass der deutsche Meister zu den besten vier Teams der Welt gehört. Der Weg ist weit...