Nach dem Triumph beim Weltpokal am vergangenen Wochenende wartet am Samstag auf den SKV Rot-Weiß Zerbst bereits wieder der Alltag in der Kegel-Bundesliga.

Zerbst (mhe) l Dabei müssen die Spitzenkegler aus Sachsen-Anhalt zum Aufsteiger EKC Lonsee in der Nähe von Ulm in Württemberg reisen. Der EKC rangiert derzeit noch ohne Punkte auf der Habenseite auf dem letzten Tabellenplatz.

Daher ist die Marschrichtung für den Zerbster Mannschaftsleiter Timo Hoffmann bereits klar. "International haben wir unsere Klasse jetzt wieder bewiesen. In der Liga fehlt uns noch diese Konsequenz und mir gefällt der Blick auf die Tabelle auch noch nicht", erklärte er.

Denn durch die Niederlage in Bamberg liegt der Titelverteidiger um den deutschen Meistertitel nur auf dem dritten Platz hinter dem verlustpunktfreien SKC Staffelstein und den punktgleichen Teams aus Amberg, Bamberg, Lorsch, Straubing und Schwabsberg.

"Wir müssen auch in der Liga zeigen, wer die stärkste Mannschaft ist. Wenn wir den Schwung und die Einstellung vom Weltpokal mitnehmen, bin ich überzeugt, dass wir auch schnell wieder ganz vorn stehen werden", blickte Hoffmann zuversichtlich voraus.

Dabei sollten die Rot-Weißen den Aufsteiger aus Württemberg aber auf keinen Fall unterschätzen. Die drei Niederlagen resultieren allesamt aus Partien gegen die Teams aus der oberen Tabellenhälfte.

Bester Spieler bei den Gästen ist sicherlich Denis Annasensl, der bereits in den Diensten der U18- und U23-Nationalmannschaften zu Medaillen und Titeln gekommen ist. Bei der letzten WM in Brünn konnte er den Sprintwettbewerb für sich entscheiden. Zudem ist die Bahn in Lonsee nach den bisherigen Leistungen eher als schwer einzuschätzen.

Hoffmann steht für die Auswärtsaufgabe wieder sein kompletter Kader zu Verfügung. "Alle Spieler sind fit und gesund vom Weltpokal wieder heimgekehrt, trotz einer feuchtfröhlichen Feier direkt nach dem Spiel", verrät der SKV-Kapitän mit einem Augenzwinkern.