Zum Abschluss der Hinrunde empfing Kreis- oberligist VfL Gehrden das Team von Grün-Weiß Bergzow und gewann mit 3:2 (2:1).

Lübs (sgö/sza) l Die Gäste rangierten zwar im unteren Drittel der Tabelle, stellten jedoch mit Florian Schaumburg den mit deutlichem Abstand Führenden in der Torschützenliste.

Der VfL musste erneut umstellen. Mit Kapitän Chris Rehse, der noch an den Folgen einer Platzwunde laborierte, Florian Pietschner, Maximillian Leps und Michael Tanz fehlte nahezu die komplette Defensive. Ihre Vertreter Carsten Rehse und insbesondere Felix Schunke, auf der von ihm ungeliebten Außenverteidiger-Position, machten ihre Sache sehr gut. Offensiv fehlte der im letzten Spiel in Möser überragende Tobias Knape. Dafür standen Coach Andreas Schunke mit Florian Baumgart, Lars Günther und Maik Böttge alle etatmäßigen Angreifer zur Verfügung.

Die Gehrdener waren aus den Spielen der vergangenen Saison gegen Bergzow gewarnt. So lautete die erste Devise defensive Stabilität. Leider konnte die Mannschaft das in den Anfangsminuten nicht umsetzten. Bereits kurz nach Spielbeginn musste Sebastian Götze einen Distanzschuss parieren und nach fünf Minuten klingelte es erstmals im VfL-Gehäuse, nachdem sich ein Bergzower glücklich gegen drei Gehrdener Abwehrspieler durchsetzen konnte und aus unmöglichem Winkel ins lange Eck traf.

Nun war der VfL endlich wach. Erste Gelegenheiten durch Böttge und Baumgart waren jedoch noch nicht zwingend genug. Im Verlauf der Begegnung erarbeiteten sich die Gastgeber immer mehr ein optisches Übergewicht und belohnten sich nach 24 Minuten, als Lange Böttge die Linie entlang schickte und Günther dessen Flanke mit einem wunderschönen Volley versenkte.

Nach 31 Minuten dann die Führung für den VfL. Böttge brachte einen Freistoß von der linken Seite in den Strafraum, erneut war Günther zur Stelle und besorgte per Kopf das 2:1. Kurz darauf hatte Stephan Sens die große Chance, den Vorsprung auszubauen. Er scheiterte jedoch mit einem Handelfmeter am starken Bergzower Torhüter.

Der beste Mann der Gäste war es auch kurz vor der Halbzeit, der einen Freistoß von Böttge aus dem Winkel kratzte. So ging es mit nur einem Tor Vorsprung in die Kabine.

Nach der Pause war den Gästen anzumerken, dass sie sich noch nicht aufgegeben hatten. Es bedurfte jedoch einer Fehlerkette in der Gehrdener Abwehr, ehe Schaumburg den Ball im zweiten Versuch zum Ausgleich über die Linie bugsierte (55.).

Im Anschluss entwickelte sich ein zerfahrenes Spiel. Zu Chancen kam jedoch lediglich der VfL. So landete ein Böttge-Freistoß an der Latte und Baumgart scheiterte knapp. Nach 82 Minuten war es Höhn, der mit seinem Kopfball nach Freistoß von Böttge die Gehrdener Fans erlöste und das 3:2 markierte.

Diesen Vorsprung brachte der VfL dann routiniert über die Zeit und überwintert nach einer nicht immer starken, aber sehr effektiven Hinrunde auf Tabellenplatz zwei, mit nur einem Punkt Rückstand auf Herbstmeister Theeßen.

"Nach dem 0:1 haben wir gut gespielt, aber dann leider den Elfmeter verschossen", berichtete Trainer Andreas Schunke. "Nach der Halbzeit-Ansprache ging erstmal gar nichts. Da haben wir uns das 2:2 selbst reingeschossen. Aber wir haben bis zuletzt gekämpft und gearbeitet und deshalb haben wir uns den Sieg auch verdient", fügte er erleichtert an.

VfL Gehrden: Götze - Schöbel, Ca. Rehse, Böttge, Schrimpf, Schunke - Sens (85. Kuske), Höhn, Baumgart, Lange (89. Steinz) - Günther.

SR: Rudolf Krüger (Stegelitz), Klaus Nowak, Philipp Ulbrich. ZS: 30. Tore: 0:1 Stefan Ringwelski (5.), 1:1, 2:1 Lars Günther (24., 31.), 2:2 Florian Schaumburg (55.), 3:2 Eike Höhn (82.).