Nedlitz (hfr) l Nach dem unerwartet guten Abschneiden in der Saison 2013/14 in der Landeskasse 4 mit Platz acht konnte der SC Vorfläming Nedlitz auch in der Staffel 2 überzeugen und auf einem tollen sechsten Platz überwintern.

In der Saison 2014/15 wurden die Nedlitzer der Staffel 2 zugeordnet. Obwohl die Mannschaft zeigte, dass sie gegen Gegner aus der oberen Tabellenhälfte durchaus mithalten kann, stellte sie sich gemeinsam mit ihrem Präsidenten Mario Buge das Saisonziel Klassenerhalt. Dieses Ziel wurde bis zur Winterpause nicht aus den Augen verloren.

Der Kader änderte sich nicht wesentlich, Mit Florian Lehmann, Kevin Nitschke (beide FSG Vorfläming), Christoph Beckmann (Zerbst II) und A-Jugendspieler Philipp Alarich stießen vier junge Spieler hinzu. Abgänge waren nicht zu verzeichnen.

Nach einer gelungenen Saisonvorbereitung gingen die SC-Kicker optimistisch in die neue Serie. Als Kreispokalsieger mussten sie in der ersten Runde im Landespokal gleich gegen den Landesligisten Naumburger BC ran und sorgten mit einem 2:0-Sieg nach Verlängerung für eine Überraschung.

Zum ersten Punktspiel mussten die Nedlitzer nach Niegripp reisen und konnten mit einem 3:0-Sieg die Heimreise antreten. Die Euphorie war groß, doch der Dämpfer folgte auf dem Fuß. Das Heimspiel gegen Groß Santersleben ging mit 0:2 in die Hosen.

Dann ging es im Landespokal in Runde zwei weiter. Gegner war kein Geringerer als der Verbandsligist von Grün-Weiß Piesteritz. Trotz guter Gegenwehr mussten die SC-Kicker eine 1:5-Niederlage hinnehmen und schieden aus dem Wettbewerb aus.

Nun konnte sich die Elf voll auf den Punktspiel-Betrieb konzentrieren. Mit einer schwachen Mannschaftsleistung musste sie im Auswärtsspiel bei Eintracht Gommern nach einer 1:3-Niederlage die Heimreise antreten. Nun kam etwas Unruhe in die Reihen der Nedlitzer, doch diese wurde im Heimspiel gegen Neuling Germania Güssen mit einem 4:2-Sieg aus dem Raum geschafft.

"Trotz der guten Platzierung bleiben wir mit den Beinen auf der Erde und gehen von unserem Saisonziel Klassenerhalt nicht ab."

SC-Trainer Helmut Friedrich.

Das nächste Spiel gegen Kleinmühlingen wurde verlegt. So hatten die Nedlitzer am sechsten Spieltag erneut ein Heimspiel. Der Gegner hieß Fortuna Magdeburg II. Diese Partie endete 1:1. Auch auswärts bei Blau-Weiß Neuenhofe konnten die Nedlitzer mit einem 1:1 punkten. Nach einer 1:4-Heimniederlage gegen Rot-Weiß Zerbst rutschten die SC-Kicker auf Tabellenplatz zwölf ab. Nun näherten sie sich langsam aber sicher den Abstiegsplätzen.

Es folgte das Kreispokalspiel gegen Chemie Rodleben, das mit 2:0 gewonnen wurde. Der neunte Spieltag brachte beim Neuling Medizin Magdeburg eine 0:2-Niederlage. Das folgende Heimspiel gegen Arminia Magdeburg endete 1:1-unentschieden.

Nun trat das ein, was keiner wollte. Die Elf befand sich auf einem Abstiegsplatz (Rang 14). Ein spielfreies Wochenende nutzte der KFV Anhalt und setzte das schon lange angefachte Super Cup-Spiel an. In dieser Begegnung gegen Chemie Rodleben konnten die Nedlitzer erneut den Platz als 2:0-Sieger verlassen. Außerdem holten sie sich das nötige Selbstvertrauen zurück, um in den folgenden Punktspielen den Abstiegsplatz wieder zu verlassen.

Gleich im Auswärtsspiel gegen den Staffelfavoriten Germania Olvenstedt verbuchte der SC einen wichtigen 2:0-Sieg und konnten den Abstiegsplatz wieder verlassen. Nun ging es bergauf. Nach einem 2:0-Heimsieg gegen FC Zukunft fand sich die SC-Elf auf Rang neun wieder.

Erneut kam es zu einer Unterbrechung durch das Kreispokal-Viertelfinale. Die Nedlitzer gewannen bei Abus Dessau klar mit 4:2.

Das nächste Auswärtsspiel bei TuS Magdeburg wurde ebenfalls mit 4:2 gewonnen. Der SC setzte die Erfolgsserie im Heimspiel gegen SSV Besiegdas mit einem knappen, aber verdienten 1:0-Sieg fort. Das letzte Spiel in Gnadau fiel den widrigen Platzbedingungen zum Opfer. So müssen die Nedlitzer noch zwei Nachholspiele bestreiten.

Am ersten Spieltag der Rückrunde gegen Blau-Weiß Niegripp blieben die SC-Kicker mit 3:0 siegreich. Sie konnten sich nach acht erfolgreichen Spielen bis auf Platz sechs vorarbeiten. Im Kreispokal stehen sie im Halbfinale.

So endete die Berg- und Talfahrt mit 24 Punkten und 24:19 Toren unerwartet erfolgreich. Dies ist die bisher beste Platzierung nach einer Halbserie einer Nedlitzer Mannschaft in der Landesklasse.

Der SC wird versuchen, nach der Winterpause den Rhythmus der Hinrunde wieder zu finden, um weitere Punkte sammeln zu können.

"Trotz der guten Platzierung bleiben wir mit den Beinen auf der Erde und gehen von unserem Saisonziel Klassenerhalt nicht ab. Die Euphorie ist zwar groß, doch dabei darf nicht unerwähnt bleiben, dass sich die Elf in Sachen Fairness sichtlich verbessern muss", machte Trainer Helmut Friedrich deutlich.

Die Nedlitzer belegen mit drei Roten, drei Gelb-Roten und 23 Gelben Karten den vorletzten Platz. 18 Spieler kamen zum Einsatz. Dabei erwies sich Marcel Kilz mit sechs Treffern als bester Torschütze, gefolgt von Eduard Hahn (5) und Christian Schmidt (4).

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