Das Derby gegen den Schönebecker SV ist immer ein besonderes Spiel für die Herren des TuS Leitzkau. So auch am 17.Spieltag der 2. Bundesliga Nord-Ost. In die Liste der außergewöhnlichen Spiele wird es aber nicht aufgenommen werden, dafür waren die Leitzkauer am Ende beim 6:2 (3321:3216) doch zu überlegen.

Leitzkau l Dies lag vor allem an der Abräumleistung von Ralph Stiebert. Beim knappen Leitzkauer Hinspielerfolg in der Elbestadt war er noch verhindert, umso motivierter ging Stiebert diesmal gegen den Schönebecker Topspieler Thomas Große zu Werke. 78 und 71 Räumkegel auf den ersten beiden Bahnen brachten dem Leitzkauer 322 Kegel zur Halbzeit ein. Am Ende hieß es 591:534 Kegel bei 3:1 Sätzen für Stiebert, der dabei 247 Kegel abräumte.

Gleichzeitig gab André Fischer sein Comeback und dominierte den besten Gästespieler Matthias Jahnke (557) drei Sätze lang. Dann räumte er angeschlagen das Feld für Marcel Böttge. Als die Zuschauer noch die erste Neun für Böttge beim zweiten Wurf bejubelten, war die Partie für den TuS-Akteur schon wieder beendet. Eine Zerrung bedeutete den wohl schnellsten Doppelwechsel der Vereinsgeschichte und Harald Schreiter (3:1, 561:557) beendete die Serie.

Nun war das Auswechselkontingent der Leitzkauer erschöpft, was doch einige Sorgen vor einer weiteren Verletzung bei den Gastgebern erzeugte. Deshalb sollten so schnell es geht die nötigen Punkte für einen Sieg gesammelt werden.

Im spannenden Mittelblock wurden allerdings die Punkte geteilt, wodurch die Vorentscheidung vertagt war. Der Held des Hinspiels, Michael Dreßler, spielte erneut 548:540 Kegel. Dieses Mal reichte es aber nicht zum Mannschaftspunkt, da er mit 1,5:2,5 Sätzen unterlag.

Patrick Germer (2:2, 517:512) rettete trotz einer schwachen letzten Bahn den wichtigen dritten Mannschaftspunkt für die "Wölfe", so dass TuS weiterhin deutlich auf Siegkurs blieb.

Die Schlussduelle verliefen komplett konträr. Während Udo Volkland (2:2, 568:527) trotz 0:2-Satzrückstand seinen Punkt noch klar auf die Habenseite brachte, unterlag Tobias Grötzner (2:2, 536:546), obwohl er bereits 2:0 führte.

Letztlich fielen die zwei verlorenen Mannschaftspunkte nicht ins Gewicht, da die Leitz- kauer mit dem vierten Heimsieg in Folge und 3321 Kegeln endgültig den Makel der Heimschwäche abgelegt zu haben scheinen.

Sollte am kommenden Sonnabend auch die Heimpartie gegen den SV Senftenberg gewonnen werden, wäre der erste Klassenerhalt in der 2. Bundesliga für den fünftplatzierten Aufsteiger perfekt.

Das wäre auch für Schönebeck positiv, da der SSV mit einem gleichzeitigen Sieg beim ESV Roßlau an den momentan auf einem Nichtabstiegsplatz rangierenden Senftenbergern vorbeiziehen könnte.

Die "Wölfe" hoffen natürlich wieder auf ein volles Haus, um den letzten Schritt hin zum Saisonziel gemeinsam mit ihrem Heimpublikum gehen zu können.