Wie auch alle anderen Fußballteams befinden sich die Kreisoberligisten aus Anhalt in der Winterpause. Die drei Vertreter aus dem Verbreitungsgebiet des Anhaltischen Sports schnitten mit unterschiedlichen Ergebnissen ab.

Zerbst l Überraschend konnten sich die FSG Steutz/Leps und die FSG Walternienburg/Güterglück platzieren. Während die Steutz/Lepser mit 31 Punkten auf dem Bronzeplatz stehen, belegen die Walternienburg/Güterglücker mit 30 Zählern einen hervorragenden vierten Rang. Nur für die FSG Vorfläming läuft der Ball nicht richtig rund. Die Truppe um Trainer René Specht konnte bisher nur zehn Punkte verbuchen und steht auf dem vorletzten Tabellenplatz.

Walternienburg/Güterglück

Für die Walternienburg/Güterglücker lief schon die Vorbereitung vielversprechend. Zum langjährigen Trainer Mario Metzker gesellte sich der ehemalige Spieler Christoph Bittkau hinzu, was sich positiv auswirkte. Die ersten beiden Saisonspiele gingen gegen Blau-Rot Coswig. Im Kreispokalspiel unterlagen die Walternienburg/Güterglücker äußerst knapp mit 8:10 nach Elfmeterschießen.

Die Revanche glückte dann im Punktspiel. Da gewannen die Metzker-Bittkau-Schützlinge klar 6:1. Auch im nächsten Spiel gegen Mosigkau gelang ein 2:0-Sieg. Gegen zwei der Staffelfavoriten, den SV Germania Roßlau und den SV Dessau 05 II, folgten knappe Niederlagen.

Oft hatten die Elbe-Anwohner auch nicht das Glück des Tüchtigen. Sie kassierten meist fast mit dem Schlusspfiff noch den Ausgleich.

Im November konnte dann endlich einmal eine kleine Serie gestartet werden. Die Mannschaft blieb in sechs Spielen in Folge ungeschlagen, was mit dem vierten Rang belohnt wurde.

Trainer Mario Metzker hält dennoch den Ball flach: "In den letzten Spielen ist es sehr gut gelaufen. Wenn wir in der Rückrunde noch einmal 30 Punkte holen könnten, das wäre schon was. Aber wir wollen nicht zu vermessen sein. Wir liebäugeln schon mit einem einstelligen Tabellenplatz."

Personell gibt es einen Abgang zu vermelden. Steffen Hahn wechselt arbeitsbedingt zurück zum TSV Rot-Weiß Zerbst. Sonst bleibt der Kader wie er war.

FSG Steutz/Leps

Auch bei der FSG Steutz/Leps gab es personelle Veränderungen. Mit Joachim Schaffer kehrte ein A-Lizenz-Trainer zurück. Mit Felix und Lucas Kamschütz konnte sich die FSG zusätzlich verstärken. In der Saison kam auch Torhüter Sonny Finger wieder an seine alte Wirkungsstätte zurück. Dies alles zahlte sich aus. Die FSG überwinterte mit 31 Punkten auf dem Bronzeplatz.

"Das hätte wohl vor der Saison keiner für möglich gehalten", ist Coach Joachim Schaffer auch stolz auf sein Team. "Obwohl bis zum ersten Punktspiel Ende Februar noch viel Zeit ist, geht es daran, alles dafür zu tun, um auch in der Rückrunde gute und erfolgreiche Spiele absolvieren zu können", hofft der Roßlauer, der aber weiß, dass "sich die Messlatte für die Mannschaft schon sehr hoch gelegt hat". "Malsehen, ob sie auch in der zweiten Halbserie erreichbar ist", so Schaffer.

Personell wird es nur eine Veränderung geben. "Wir müssen leider auf Michael Lucas verzichten", sagte Trainer Gordon Wecke. "Er geht arbeitsbedingt für zwei Jahre nach China und wird uns fehlen."

Der Coach der Steutz/Lepser hält den Ball bewusst flach: "Wir bleiben bei unserem Ziel, einen einstelligen Tabellenplatz zu erreichen. Wir möchten keine Höhenflüge kriegen und müssen weiter viel arbeiten, denn oft haben wir auch glücklich gewonnen."

FSG Vorfläming

Für die neue FSG Vorfläming läuft es hingegen nicht so gut. Nur magere zehn Punkte und 17:49 Tore bedeuten Rang 15 für die Truppe um Trainer René Specht. Drei Siegen und einem Remis stehen zwölf Niederlagen gegenüber. Dabei begann die Serie vielversprechend. Aus vier Mannschaften der Vereine BSV Vorfläming Deetz/Lindau und der SG Dobritz/Garitz wurden nach der Zusammenlegung zur neuen Fußballspielgemeinschaft Vorfläming drei. Dennoch hatten alle drei Teams, die von der Kreisoberliga bis zur Kreisklasse Anhalt spielen, immer mit personellen Pro- blemen zu kämpfen. Teils war nicht einmal eine komplette Mannschaft verfügbar. Dies soll sich nun in der Rückrunde wieder bessern.

"Wir haben über die Probleme gesprochen", sagte Specht. "Die Mannschaften sollen in der Rückserie so zusammengestellt werden, dass immer genug Leute da sind."

Der Coach machte aber auch deutlich, dass sein Team mithalten kann: "Wir haben oft auch unglücklich und knapp verloren. Ich denke, es ist eine reine Kopfsache und es hapert bei einigen an der Einstellung und an der Motivation. Da müssten wir auch mental und psychologisch etwas tun."

?? Neuzugänge konnte Trainer Specht vermelden. "Das soll den Konkurrenzkampf beleben", erhofft sich der Zerbster. Die Frage, ob der als Saisonziel ausgegebene einstellige Tabellenplatz noch aktuell ist, sagte er: "Das hängt davon ab, wie es läuft, vor allem wie wir die Neuen integrieren können."

 

Bilder