GroßSantersleben (hfr) l Am Wochenende kehrten die Landesklasse-Kicker des SC Vorfläming Nedlitz vom Tabellenneunten SV Groß Santersleben mit einem 2:0 (2:0)-Erfolg heim.

Beide Mannschaften trennten nur zwei Punkte in der Tabelle. Das Hinspiel hatte der SC mit 0:2 verloren. Die Santerslebener sind sehr heimstark. Sie hatten erst ein Heimspiel verloren.

Der SC musste mit einer Rumpfelf antreten. Mit Benjamin Thiele half ein Spieler aus der Zweiten aus. Somit bestand der Kader aus zwölf Leuten.

Es fegte ein böiger eisiger Wind über den frei liegenden Platz. Den hatten die Nedlitzer in Halbzeit eins im Rücken. Sie erarbeiteten sich die größeren Spielanteile. Entscheidend war, den SV-Torjäger Tobias Herrmann (bisher 19 Treffer) im Griff zu haben. Diese Aufgabe löste Heiko Juskowiak über 90 Minuten hervorragend.

Ein gut vorgetragener Angriff wurde von Marcel Kilz frühzeitig zur 1:0-Führung abgeschlossen. Dabei hatte SV-Torwart Mathias Kramer keine Abwehrchance (4.).

Dieser frühe Treffer passte so richtig in das Konzept der SC-Elf. Die Einheimischen versuchten immer wieder über David Thiele aus dem Mittelfeld heraus Angriffe zu starten. Auch Thiele hatte mit Marko Milushev einen starken Gegenspieler.

"Jeder gab vom Anpfiff bis zum Abpfiff sein Bestes."

SC-Trainer Helmut Friedrich.

Es entwickelte sich eine Partie, die sich vorwiegend im Mittelfeld abspielte. Gefahr kam nur bei Standards auf, doch da zeigten sich beide Torhüter von ihrer besten Seite. In der 28. Minute hatten die Gäste nach guter Vorarbeit von Eduard Hahn durch Nikolai Kuklin eine Riesenchance, doch Kramer stand goldrichtig und wehrte den Ball zur Ecke ab.

Die Gäste erhöhten nochmals das Tempo. Nach einem mustergültig vorgetragenen Konter, eingeleitet von David Ritze, kam dessen Flugkopfball genau zu Maik Fambach. Der ließ seinen Gegner hinter sich und passte genau zum freistehenden Hahn, der keine Mühe hatte, auf 2:0 zu erhöhen (35.).

Nach dem Wechsel erwarteten die Nedlitzer einen Sturmlauf der Heimelf. Sie spielte nun mit dem Wind im Rücken. Doch die Partie blieb ausgeglichen. Nach einem Freistoß von Fambach war Milushev zur Stelle und köpfte die Kugel nur knapp neben das SV-Gehäuse (49.). Ein 20-Meter-Gewaltschuss von Florian Lehmann verfehlte nur knapp sein Ziel (62.).

In der 67. Minute kam die Heimelf zu ihrer ersten nennenswerten Chance. Nach einem Eckball kam die Kugel zum freistehenden Thiele, der sofort abdrückte. Doch die vielbeinige SC-Abwehr lenkte den Ball zur Ecke, die nichts einbrachte.

In der 72. Minute wurde Hahn herrlich freigespielt, konnte aber Kramer nicht überwinden. Kurz danach kam Herrmann zu seiner einzigen Torchance, fand aber in SC-Keeper Marcus Hoffmann seinen Meister (76.).

Die SV-Kicker zweifelten schon an ihrer Spielweise und gaben sich in der Schlussphase förmlich auf. Dies nutzten die Gäste und erspielten sich noch zwei glasklare Chancen. Zuerst war es Fambach, der alleine vor Kramer die Kugel neben das Tor schoss (87.). Dann war es Kilz, der in der dreiminütigen Nachspielzeit allein auf Kramer zulief und den Ball ebenfalls neben das Gehäuse setzte (92.).

Am Ende war das aber egal. Die SC-Elf freute sich riesig über den 2:0-Sieg. "Trotz großer Personalnot hat die Mannschaft erneut mit einer geschlossenen Leistung überzeugt und verdient gewonnen", freute sich Trainer Helmut Friedrich. "Jeder gab vom Anpfiff bis zum Abpfiff sein Bestes", fügte er an.

Am Samstag haben die SC-Kicker die Elf des SV Eintracht Gommern zu Gast.

SC Nedlitz: Hoffmann - Alarich, Ritze, Juskowiak, Lehmann, Hahn, Schmidt, Milushev, Fambach, Kilz und Kuklin (85. Thiele). SR: David Siegel (Magdeburg), Ingo Henning, Rolf Szibzick. ZS: 65.