Der Jubel über die zehnte deutsche Meisterschaft in Folge ist noch nicht verhallt, da steht für die Spitzenkegler des SKV Rot-Weiß Zerbst schon die nächste Aufgabe an.

Zerbst l Morgen geht es beim Aufsteiger in Staffelstein im letzten Punktspiel der Saison natürlich um Zähler in der Bundesliga, vorrangig aber um die spielerische Vorbereitung auf das Champions League-Finale in zwei Wochen in Straubing.

"Im letzten Spiel vor der Champions League wollen wir uns dort ein gutes Gefühl holen, wird jeder nochmal zeigen, wo er spielerisch steht."

SKV-Teamchef Timo Hoffmann.

Während der Gastgeber aus dem Frankenland im Fernduell mit Amberg noch um den fünften Platz in der Abschlusstabelle kämpft, ist die Bundesliga-Saison für die Zerbster nach der Meisterehrung und -feier bereits gelaufen. "Das Staffelstein-Spiel hat zwar für die Liga sportlich keine Bedeutung mehr, ist mir aber trotzdem sehr wichtig. Im letzten Spiel vor der Champions League wollen wir uns dort ein gutes Gefühl holen, wird jeder nochmal zeigen, wo er spielerisch steht", hob SKV-Teamchef Timo Hoffmann seinen Anspruch an die Partie hervor.

Der starke Aufsteiger aus Staffelstein hatte zu Saisonbeginn mit einer Siegesserie für Furore gesorgt, fiel aber im Laufe der Spielzeit in realistische Mittelfeldregionen zurück. Allerdings muss der frisch gekürte zehnfache deutsche Meister aus Zerbst durchaus auf der Hut sein, denn die morgigen Gastgeber gelten auf ihren "besonderen" Bahnen als äußerst heimstark.

Bisher konnten nur die Spitzenteams aus Bamberg und Schwabsberg beim SKC mit jeweils 5:3 punkten. Im letzten Heimspiel versetzte Staffelstein dem damaligen Tabellendritten, Niebelungen Lorsch, eine 7:1-Klatsche und verdarb den Lorschern damit den Kampf um einen Medaillenplatz. Überragende Akteure waren da der Tscheche Jiri Vicha und Bernd Schwarz mit jeweils 633 Kegeln.

In welch grandioser Form die Zerbster allerdings sind, bewies die Hoffmann-Truppe am vergangenen Samstag. Weltklasse-Resultate am Fließband, Top-Ergebnisse in der Breite und ein Team-Resultat von 3918 Kegeln zeigten, dass die Rot-Weißen auf dem Weg nach Straubing richtig Fahrt aufgenommen haben.

"Es ist zu spüren, dass der Hunger auf die Champions League groß ist. Wir haben ja zum Glück eine große Auswahl an Spielern in Top-Form. Da wird sich jeder auch im Punktspiel noch einmal zeigen wollen. Aber Vorsicht. Zwischen Liga und Champions League besteht schon ein riesiger Unterschied. In Straubing wird sicher alles anders, viel schwerer", warnt Hoffmann abschließend vor übertriebener Eu- phorie.

https://www.facebook.com/KegelninZerbst?ref=hl