Alle Ligafavoriten hatten sich für die diesjährige Pokalendrunde in Zerbst qualifiziert. Mit Lindau III setzte sich im vereinsinternen Finalspiel der diesjährige Favorit durch. Glatt in zwei Sätzen wurde der eigene zweite Sechser besiegt.

Zerbst l Beim ersten Halbfinalspiel war der TSV Rot-Weiß Zerbst II vor allem dank eines sehr guten ersten Satzes gegen Lindau II einer großen Überraschung sehr nahe. Die Burgstädter mussten ersatzgeschwächt antreten, hatten dennoch personell eine gute Mannschaft aufbieten können. Mitte des Satzes führten die TSVer 17:16. Alle in der Halle, es wurde nur auf einem Feld gespielt, spürten die mögliche Überraschung.

Der von den Rot-Weißen vor allem in der Feldabwehr gezeigte große Einsatz wurde aber nicht belohnt. Norman Wuttig und Ralf Elmenthaler rissen das Spiel an sich und brachten die Lindauer klar und vorentscheidend 23:17 in Führung. Der an diesem Abend gute Martin Baude machte dann mit seinen Angaben den Sack zu (25:18).

Der zweite Satz ging klar an die Lindauer, da beim TSV vor allem von den jungen Spielern der Angriffsdruck fehlte.

Im zweiten Halbfinale kam es zum Spitzenspiel zwischen Lindau III und dem TSV. Die Rot-Weißen mussten auf Leistungsträger Sven Ernst (Fingerverletzung) verzichten. Lindau bot mit Ziolkowski, Lindauer, Lösel, Polaczek und Franke gleich mehrere aktuelle und zukünftige Landesligaspieler auf. Zudem stand mit der sehr guten Bianca Ogureck eine Topspielerin aus Magdeburg im Sechser.

Entsprechend verlief der erste Satz. Die Zerbster gaben sich scheinbar schon vorher auf. Nur der wieder sehr gute Maurice Erb hielt dagegen. Doch auch er konnte das klare 25:13 nicht verhindern.

Der zweite Satz war ausgeglichener. Zu Beginn punktete für den TSV Toni Polaczek mit seinen starken Angaben. Der Magdeburger Alexander Lösel hielt seine Lindauer auf Kurs. Beim 22:22 hätte der TSV das Spiel kippen können. Erb machte mit einem platzierten Ball auf die "freie Sechs" sogar das 23:22. Doch Lindauer und Polaczek drehten mit guten Angriffsleistungen das Spiel und sicherten so den Sieg.

Die Zusammensetzung der Finalbegegnung kam nicht ganz unerwartet. Personell waren beide Lindauer Sechser trotz der Ausfälle (Lindau II) noch immer top besetzt. Alles sprach für den Ligameister Lindau III. Das Spiel besaß über weiten Strecken ein gutes Niveau. Man sah gute Spielkombinationen, gute Blockarbeit und wuchtige Angriffsschläge. Beim 16:15 im ersten Satz war noch keine Entscheidung gefallen. Lösel mit seiner technischen Sicherheit und der starke Lindauer brachten dem Favoriten den Satzsieg.

Der zweite Satz war im Ausgang sehr spannend. Es entwickelte sich ein regelrechter Volleyballkrimi. Im Blickpunkt jetzt Wuttig und Lösel. Beim 24:24 war es ein reines Nervenspiel. Nervosität zog ein, die Satzbälle wurden jetzt reihenweise verschlagen. Der einsatzstarke Wuttig schlug eine Angabe beim Stand von 26:26 ins Aus. Lösel machte es nicht besser. Dann mit viel Härte im Angriff das 29:28 durch Lindauer. Lindau III brachte schließlich den Satz und damit das Spiel über die Runden.

Die Mannen um Kapitän Kai Ziolkowski wurden verdient Pokalsieger. Glückwünsche gab es bei der Siegerehrung von Staffelleiter Wolfgang König, der Lindau III eine "Pokalsieger-würdige Leistung" bestätigte.