Am 24. Spieltag der Landesklasse, der für den SC Vorfläming Nedlitz und den TSV Rot-Weiß Zerbst siegreich verlief, gab es einen Wechsel an der Tabellenspitze.

Nedlitz/Santersleben l Das Spitzenspiel der Liga in Nedlitz zwischen dem Tabellenfünften, SC Vorfläming Nedlitz und dem Dritten vom HSV Medizin wollten nur 46 Zuschauer sehen. Aber die bereuten es mit Sicherheit nicht, bei diesem rassigen und spannenden Duell dabei gewesen zu sein.

Die Nedlitzer boten erneut alles, was ein Fußballspiel ausmacht. Kampf- und Laufbereitschaft gepaart mit viel Leidenschaft und dies wurde auch wieder belohnt. "In der ersten Halbzeit war es ein Spiel auf Augenhöhe", sagte SC-Trainer Helmut Friedrich. Die Nedlitzer hatten zwei gute Chancen und der HSV Medizin eine, doch ein Tor fiel nicht.

Im zweiten Abschnitt blieb das Duell auf Augenhöhe bestehen. Beide Mannschaften schenkten sich keinen Zentimeter. Die Nedlitzer waren dann aber cleverer. Einen klasse Spielzug über die rechte Seite kam zu Kevin Göritz, der in die Mitte auf Florian Lehmann flankte, der per Traumtor, die Kugel klatschte gegen den Innenpfosten und zappelte dann im Netz, einlochte (53.).

Die Nedlitzer erarbeiteten sich immer wieder gute Angriffe. Christian Schmidt und Nikolai Kuklin hatten gute Möglichkeiten. Eine Eingabe von Göritz fand keinen Abnehmer. Die Gäste forcierten in der Schlussphase das Tempo und warfen alles nach vorn, auch Torhüter Felix Schiel. Doch die Nedlitzer verteidigten mit Mann und Maus und mit ihrem klasse Keeper Marcus Hoffmann und ließen bis zum Schlusspfiff nichts mehr anbrennen. "Es war eine geschlossenen Mannschaftsleistung und ein verdienter Sieg", freute sich Trainer Friedrich.

Auch die Zerbster konnten gewinnen. Vom SV Groß Santersleben kehrte die Truppe von Trainer Torsten Marks mit einem 3:1 (1:1)-Sieg heim. Doch die Rot-Weißen gerieten erst in Rückstand. "Das Tor haben wir uns selbst reingemacht", sagte Marks. Christian Grolms netzte nach einer unkontrollierten Abwehraktion der Zerbster ein (21.). Vier Minuten später glich Otto Möbius zum 1:1 aus (25.). "Da konnte Torben Fischer seinen Fehler wieder gut machen und legte super für Otto vor", lobte Marks.

"Es war wie in der Vorwoche. Wir haben durch schnelles Umschalten den Gegner vor Probleme gestellt. Nur im letzten Drittel fehlen uns die Geschwindigkeit und die Präzision, um ein Tor zu machen." Zur Halbzeit hätte schon alles klar sein müssen, zumal den Zerbstern ein klarer Elfmeter verwehrt blieb. "Da fehlt mir auch mal die Schutzhaltung gegenüber dem Schiedsrichter. Der hatte freie Sicht, als erst Max und dann Flori (Syring und Sens - d. Red.) umgehauen wurden", schüttelte Marks den Kopf.

In der zweiten Hälfte machten die Zerbster dann alles klar. Erst traf Kapitän Florian Sens zum 2:1 (68.). Johannes Tiede erhöhte dann in der 86. Minute auf 3:1.

"Wir haben verdient gewonnen, aber Aufwand und Nutzen stehen in keinem Verhältnis", so Marks abschließend.

Einen Wechsel gab es an der Tabellenspitze. Da Kleinmühlingen gegen Niegripp über ein torloses Remis nicht hinaus kam, übernahm Germania Olvenstedt, die beim SSV Besiegdas mit 5:0 keine Mühe hatten, die Führung. Berichte folgen.

SC Nedlitz: Hoffmann - Juskowiak, Ritze, Scheil, Alarich (72. Specht), Fambach, Hahn, Schmidt, Lehmann, Göritz, Kuklin (82. Puls).

SR: Ralf Lorenzat (Fortuna Genthin), Ewald Fink, Normann Schulz. ZS: 46.

TSV Zerbst: Werner - Hagen Ernst, Fischer, Sens, Wollgast, Daniel Ernst, Böning (46. Wiegelmann, 80. Wachtel), Tiede, Lukan, Otto Möbius, Syring.

SR: Marcel Hosenthien (Magdeburg), Holger Kurzmann, Thomas Mengewein. ZS: 65.