Celina Horstmann ist die große Meisterin unter den kleinen Teilnehmern des Tischtennis-Turniers. Die neunjährige Zerbsterin konnte am Sonntag das Verbandsfinale der Mini-Meisterschaften in Sachsen-Anhalt für sich entscheiden.

Zerbst l Damit darf sie zum Bundesfinale nach Delmenhorst fahren - gemeinsam mit Lennart Brandt. Der Elfjährige aus Weferlingen konnte sich bei den Jungen seiner Altersgruppe durchsetzen.

Das Turnier ist eine der größten Breitensportaktionen in Deutschland. Knapp 3000Schüler aus ganz Sachsen-Anhalt - die drittmeisten im Vergleich der Bundesländer - kämpften zuerst den jeweiligen Schulmeister und anschließend den Gewinner des Kreises aus.

26 Sieger im Finale

26 Sieger zwischen neun und elf Jahren erreichten das Verbandsfinale. Dieses hat bereits zum dritten Mal in Folge in Zerbst stattgefunden.

In der Turnhalle der Ganztagsschule Ciervisti setzte sich Celina Horstmann unter den Augen der Landestrainerin Linda Renner zuerst in ihrer Vierergruppe gegen die Konkurrentinnen durch.

Die jeweils Erst- und Zweitplatzierten der Gruppenphase zogen ins Viertelfinale ein. Gegen Lisa Scheiner (Mansfeld-Südharz) im Halbfinale gab die Neunjährige keinen Satz ab und gewann anschließend auch ihr Finalspiel gegen Charlotte Hampel (Bördekreis) deutlich 3:1.

Da die Teilnehmer der Mini-Meisterschaft noch nicht aktiv in Vereinen spielen dürfen, ist das Ziel dieser riesigen Initiative, Kinder für den Sport zu begeistern. Der Tischtennisverband Sachsen-Anhalt organisierte das Turnier gemeinsam mit Peter König und Berndt Ludewig vom ausrichtenden Verein, der SG ESKA Zerbst.

Obwohl die Nachwuchsspieler bisher noch nicht an Wettkämpfen im Verein teilnehmen durften, gingen die 14 Mädchen und zwölf Jungs hochkonzentriert ans Werk und zeigten in allen Spielen ausgezeichnete Leistungen und vollen Einsatz.

"Es ist eine fantastische Aktion und ich freue mich, dass das Turnier in Zerbst stattfindet."

Bürgermeister Andreas Dittmann

Allerdings ohne dabei unsportlich zu werden. Denn die Kinder kämpften auch noch um den Fairplay-Preis. "Wer die meisten Gummibärchen-Tüten sammelt, erhält den Pokal", erklärte Organisator Detlev Pöls zur Eröffnung Kindern, Eltern und Zuschauern.

Timo Boll als Vorbild

Der Vizepräsident des Tischtennisverbandes Sachsen-Anhalt sagte weiter, dass "Tischtennis nicht nur der schnellste, sondern auch der fairste Sport sei. Ganz nach dem großen Vorbild Timo Boll, der nicht nur der beste deutsche Spieler ist, sondern auch als der Fairste weltweit gilt".

Eine Tüte verteilten die freiwilligen Schiedsrichter aus Zerbster Tischtennis-Vereinen an den Platten jedes Mal, wenn sich die Spieler fair verhielten. Auch in dieser Kategorie konnte sich ein Zerbster besonders auszeichnen. Max Peltzer sammelte die meisten süßen Punkte und erhielt dafür - wie die Sieger - einen von der Volksbank Dessau-Roßlau gesponserten Schläger-Pokal.

"Es ist eine fantastische Aktion und ich freue mich, dass das Turnier in Zerbst stattfindet", lobte Bürgermeister Andreas Dittmann (SPD), der den Wettkampf schon traditionell eröffnet. Er blieb noch zwei Stunden in der Halle, um die packenden Duelle zu verfolgen, in denen die Kleinen schon wie die Großen schmetterten und schupften.

   

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